Dynamis Batterien auf bestem Weg zur Produktionsverdopplung – Power-Talk mit Josef Pfeil, Dynamis Batterien

Shownotes

Dynamis Batterien auf dem besten Weg zur Produktionsverdopplung am neuen Standort

Für Josef Pfeil, Vertriebsleiter der Dynamis Batterien, war es die absolut richtige Entscheidung, als sich Dynamis 2024 für eine Standortverlagerung entschied. Das neue Gebäude hat eine Optimierung der Produktionsabläufe ermöglicht, das Produktionsvolumen stieg seither um 60 Prozent und ist auf dem besten Weg sich sogar zu verdoppeln. Entsprechend positiv entwickelt sich die Auftragssituation. Für die Zukunft hofft er auf die Etablierung einer leistungsfähigen Zellproduktion in Deutschland und Europa. Beim Thema Batterieverordnung sieht er durchaus deren Vorteile, warnt aber auch davor, dass vor allem kleinere Zellhersteller in der Folge weniger regulierte Märkte vorziehen könnten.

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00:00:00:

00:00:07: Hallo

00:00:12: und grüß Gott zu einer neuen Ausgabe unseres Power Podcasts.

00:00:17: Heute unterhalte ich mich mit Josef Pfeil, Betriebsleiter der Dynamis Batterien und wie unschwer zu erkennen widmen wir uns dieses mal Batterien, Akkusystemen und allem was damit zusammenhängt.

00:00:33: Der Pfeiler im Sommer Die Dynamis Batterie ist nach über vierzehn Jahren am Standort Dettingen, nach Steißlingen umgezogen.

00:00:43: Wir reden über die Umgebung des Bodensees.

00:00:46: Was waren die Gründe für diesen Ortsweltseln?

00:00:50: Also zunächst was für uns wichtig, die Grundlagen zu schaffen für weiteres nachhaltiges Wachstum.

00:00:56: Unser Unternehmen hat neue Produktionskapazitäten benötigt und das können wir am neuen Standort erreichen.

00:01:04: Wichtig war es aber auch, dass wir einen niedrigen CO²-Fußabdruck hinterlassen und auch ein ganz essenzieller Punkt unserer Arbeit ist.

00:01:12: Wir haben ein eigenes Testlabor und das ist jetzt doppelt so groß als zuvor.

00:01:18: Sie hat mir mal im Vorgespräch gesagt... Das mag ich jetzt ein bisschen weicheilig anmuten.

00:01:24: Ihr habt eine Klimaanlage in dem Gebäude und das war zuvor nicht so.

00:01:29: Können sie mal erklären was neben dem Weniger Schwitzen im Büro arbeiten eigentlich eine Klimaanlage für so einen Standort bedeutet?

00:01:38: Also ja, ist richtig.

00:01:39: Wir haben jetzt eine komplette Klimatisierung im neuen Gebäude.

00:01:43: neben dem Labor Lager Produktionsräume ist auch das Büro klimatisiert und für Produktionen ist es eben sehr wichtig dass ich annähernd gleiche Umweltbedingungen habe.

00:01:53: sprich die Umgebungstemperatur ist annähern immer um zwanzig Grad aber auch die Luftfeuchtigkeit immer ähnlich im gleichen Bereich und das ist zum Beispiel bei aushärten Verklebstoffe.

00:02:04: Das ist relevant und kann die Produktqualität erhöhen.

00:02:09: Und auch im Test-Labor ist es wichtig, möglichst gleiche Bedingungen zu haben denn eine Batterie verhält sich einfach bei fünfzehn Grad anders wie bei von dreißig Grad und wenn ich dann immer die gleichen Umgehungsbedingungen habe sind die Messergebnisse einfach gut miteinander vergleichbar Denn nicht jeder normale Batterietest wird auch im Klimaschrank durchgeführt.

00:02:27: Viele Tests werden bei normaler Umgebungstemperatur durchgeführt und die sind dann bei uns immer annähernd um die zwanzig Grad.

00:02:34: Ist klar, jetzt sage ich mal es ist das knapp zwei Jahre her hat sich der Ortswechsel ausgezahlt und wo liegen die Vorteile dieses neuen Standorts?

00:02:45: Ich meine Konstanz ist direkt am Bodensee bekanntermaßen ungefähr so vierzig Kilometer entfernt in der näheren Umgebung von Singen.

00:03:00: Also es hat sich bereits stark ausgezahlt, also allein die Situation der Mitarbeiterrekrutierung, die hat sich wesentlich verbessert.

00:03:07: Wir bekommen jetzt auch Mitarbeiter, die sind schon gut geschult und eingearbeitet.

00:03:11: Die können filigrane arbeiten sehr gut durchführen, auch Lötarbeiten, Schweißarbeiten... Das ist jetzt sehr gut am neuen Standort.

00:03:19: Am alten Standort war's doch eher touristisch Und dann waren die Mitarbeiter, die man dort rekrutieren konnte eben nicht so gut ausgebildet wird.

00:03:28: Aber es gibt auch noch weitere Vorteile wie schon vorhin erwähnt.

00:03:31: also die Produktionskapazität konnte um sechzig Prozent gesteigert werden und wir haben am neuen Standort noch Optionen das weiter zu erhöhen.

00:03:40: Ein wichtiger Punkt ist die Abläufe.

00:03:43: Die können wir jetzt viel effizienter gestalten in den neuen Räumlichkeiten.

00:03:47: Wir haben kürzere Wege, eine bessere Logistik und das Ganze drum herum wurde eben nach unseren Vorstellungen gebaut.

00:03:55: Also ne prozessoptimierte Fertigung?

00:03:57: Prozessoptimmierte Abläufe?

00:04:00: Korrekt!

00:04:01: Habt ihr auf dem Weg des Umzugs Leute verloren?

00:04:06: Ja, wir haben ein paar wenige tatsächlich weniger als gedacht.

00:04:10: Wir hatten zwei oder drei Produktionsmitarbeiter verloren Aber von der Führungsriege und auch Qualitätsmanagement sind alle uns treu geblieben.

00:04:18: Und neue Produktionsmitarbeiter haben wir am neuen Standort tatsächlich auch wieder einige einstellen können, und auch schon seit Anfang des Umzugs sind die jetzt bei uns.

00:04:27: Vielleicht für die, die mit Dynamis-Batterien das nicht so direkt was anfangen können?

00:04:32: Ihr seid seines mittelständischen hoch spezialisiertes Unternehmens.

00:04:36: Das ist im Jahr two-thausend acht gegründet.

00:04:38: also ihr geht knapp auf ... zwanzig Jahre zu jetzt dann.

00:04:43: Ihr seid hauptsächlich in der Dachregion aktiv, aber eben auch viel für international aktive Kunden.

00:04:52: Jetzt ist es ja so dass wir seit Ende Mai endlich mal die Hightech-Agenda der Bundesregierung vorliegen haben und unter diesen achtzehn Punkten findet sich auch Batterie und Akutechnik.

00:05:05: Frage wie den sie das?

00:05:08: Ist das ein wichtiger Aspekt?

00:05:11: Ist das jetzt endlich der Startschuss, dass es hier mit Batterie- und Akutechnik vorangehen soll?

00:05:17: Es geht ja auch um Fertigung.

00:05:19: Bisher sprachen wir meistens um Batteriekonfektionierung.

00:05:26: Wir sind kein Zellhersteller und deswegen betrifft uns das nur am Rande würde ich sagen.

00:05:31: Es wäre sehr schön wenn wir in Deutschland es schaffen würden eine Batterieffertigung hinzukriegen.

00:05:35: Seit Jahren warte ich darauf bis.

00:05:37: wir haben es leider nicht geschafft Und für uns als Assembler wird sich wahrscheinlich in dem Bereich, wo wir tätig sind nicht so viel ändern durch das Paket.

00:05:47: Ich mein ein ganz entscheidender Punkt bei der Umsetzung dieser Hightech-Agenda – und es wurde auch mal über die Vorstellungen der bayerischen Agenda zu diesem Thema noch mehr betont – sind entsprechend ausgebildete Fachleute.

00:06:02: Wer einmal vor paar Wochen den Nachrichten gelauscht hat, hat er mir mitbekommen Das sind so als Gitter oben, VW in der Zwischenzeit mit Roundabout-Fünfhundert Chinesen des chinesischen Joint Venture Partners.

00:06:17: Zellen fertig!

00:06:19: Warum tut man das?

00:06:20: Weil man in Deutschland eben nicht genügend Leute hat die die entsprechende Ausbildung haben, die das entsprechende Handling dieser Fertigungsstraßen zustande bringen.

00:06:32: Wie wichtig wäre es aus ihrer Sicht dass wir hier aufschließen können, denn wir haben zwar eine hervorragende Forschung.

00:06:40: Wir haben ein soziales Umfeld das da sehr hoch bewertet wird aber irgendwo scheint sie dann quasi grassroot-mäßig im Bereich der Operator solche Fabriken zu mangeln.

00:06:53: Sie sprachen ja davon zuvor dass dank des Maschinenbau Backgrounds in Singen sich jetzt auf einmal Menschen haben die sie einstellen können die da schon eine gewisse Vorbildung haben, wenn das um feinmechanische Dinge geht.

00:07:06: Hier ging es jetzt darum, produktionständische Abläufe in einer großen Entfertigung elektrochemischer Prozesse in den Griff zu kriegen.

00:07:14: Wie wichtig sehen Sie diesen Aspekt?

00:07:17: Ausbildung und Qualifizierung für solche Aufgaben?

00:07:20: Sonst sage ich mal vorsichtig wird diese High-Tech Agenda irgendwo verpuffen außer wir importieren Japaner, Koreaner, Taiwaner oder Chinesen um das zu bewerkstelligen?

00:07:34: Also ich glaube sie sprechen da die Achillesverse an.

00:07:37: Das wird ein Schlüssel sein wenn man nicht die Mitarbeiter hat die dann auch die Maschinen bedienen können oder auch die Bänder zum Laufen bringen.

00:07:45: Es wird essentiell sein und da kann ich nur hoffen dass es funktioniert.

00:07:49: wir hätten sehr gerne eine Fertigung in Deutschland aber ja ich hoffe dass es klappt.

00:07:54: aber ich bin ein bisschen skeptisch.

00:07:56: Sie sind ja sehr gut informiert darüber, wie die europäische Batteriebranche aufgestellt hat.

00:08:01: Sie sprachen jetzt über Deutschland.

00:08:05: Sehen sie da in anderen europäischen Ländern einer der Jobpunkts war ja Ungarn in den letzten Jahren wo asiatische Hersteller angefangen haben Fabriken zu bauen?

00:08:18: Sehen Sie da größere Chancen?

00:08:21: Also Sie haben genau das Land angesprochen dass nach meiner Meinung nach größten Chancen hat hier auch wirklich Massenproduktion, also in der Fabrik mit Massen-Produktion einzustellen.

00:08:35: Die Mitarbeiter sind dort wahrscheinlich schon ein bisschen weiter und das Umfeld, die Infrastruktur an diesen Standorten, das ballt sich ja alles in dieser Region.

00:08:44: Und dort werden die Mitarbeiter auch ihr Wissen natürlich weitergeben.

00:08:48: Dort wird eine gewisse ... Ja ich nenn's einfach mal einen Schmelztiegel vorhanden sein, an Wissen dass dann auch kumuliert wird.

00:08:55: Das ist, glaube ich schon eher der Standort.

00:08:58: Wenn man mal raus schaut aus Deutschland wird Ungarn nicht uninteressant sein.

00:09:04: Jetzt kommen wir zum anderen Punkt.

00:09:07: Panasonic ist so der ganz große Player am Markt quer durch was die Ampaterien herstellen.

00:09:15: Ist wirklich ein sehr sehr großes Spektrum.

00:09:18: Was immer wieder für Probleme sorgt ist das wenn da mal so eine große Hersteller sagt Aus diesen und jenen Gründen Lassen wir jetzt diese Zelle auslaufen.

00:09:29: Das ist passiert.

00:09:31: im Oktober letzten Jahres, hat Panasonic angekündigt eine bestimmte Achtzehn-Sixfünfziger-Zelle so ungefähr dreieinhalbtausend Milliamperestunden in Zukunft nicht mehr herzustellen.

00:09:43: Es passiert das nicht von Schlag von heute auf morgen.

00:09:46: es gibt glaube ich da so ein Ablaufplan der bis Ende zwanzig siebenundzwanzig gehen wird aber doch anscheinend einen ziemlichen Impact in der Branche gehabt.

00:09:57: Denn das ist ein sehr beliebtes Produkt und es kam doch sehr überraschend, dass das ernaunst wurde.

00:10:05: Jetzt sage ich mal, ein großer Teil ihres Businesses ist Medizintänik und genau da hat man diese Zähle wunderbar brauchen können.

00:10:15: Wie haben Sie die Situation wahrgenommen?

00:10:17: Und wie sind sie mit der Situation umgegangen?

00:10:20: Also es ist in der Tat so... Es hat erst mal sehr viele unsere Kunden betroffen und wir haben dann zeitnah alle unsere Kunden informiert, ein klares Last-by Datum gesetzt.

00:10:30: Und sehr viele unserer Kunden fast alle haben das gleich genutzt und haben auch Bestellungen platziert bis Ende achtundzwanzig also in den sehr langen Zeitraum.

00:10:38: Und diese Zeit wollen wir jetzt nutzen zusammen mit unseren Kunden um Alternativbatterien zu entwickeln mit anderen Zellherstellern vielleicht auch mit Panasonic wenn wir bis dahin welche kriegen ... um ein Folgeprodukt auf den Markt zu kriegen.

00:10:50: Und es geht ja auch um die Zertifizierungen, also sechs bis acht Monate allein brauche ich für die Zerzifizierung und... Ich glaube wir kriegen das ganz gut hin mit unseren Kunden zusammen, dass wir da eine Lösung finden!

00:11:02: Wie gesagt, es hat viel Verunsicherung in der Branche ausgelöst aber... Es ist doch relativ früh bekannt gegeben worden, das war der große Vorteil in diesem Fall.

00:11:12: Wir hatten das früher schon anders.

00:11:15: Da hat man mal vielleicht nur zwei, drei Wochen Zeit bekommen um Last by zu setzen und das ist dann schon sehr schwierig.

00:11:20: Hier hatten wir mehrere Monate Zeit und konnten uns darauf vorbereiten abstimmen mit den Kunden Und Wir haben auch das Glück dass die Zellen die wir bestellen Die werden wir auch noch in den Stückzahlen bekommen die wir Bestellt haben.

00:11:34: Sie haben im Vorgespräch auch angedeutet, normalerweise ist es bei Panasonic so wenn die so etwas vorhaben dann haben sie eigentlich schon den Nachfolge bereit bevor sie überhaupt abkündigen.

00:11:45: Dass das dieses mal nicht so war deutete er eher daraufhin dass auch Panasonic offensichtlich überrascht wurde.

00:11:52: davon sag ich mir den Ausfall eines Zulieferers dass das jetzt nicht funktionieren würde.

00:11:58: aber sie sagen normalerweise sind es so die entwickeln der Nachfolger oder bringen ihn bereits auf den Markt?

00:12:05: Oder zu Testszwecken, bevor sie überhaupt sagen, was bei.

00:12:08: Korrekt!

00:12:09: Also das versucht Panasonic natürlich auch.

00:12:12: Erst soll der Nachfolger zumindest als Testmuster und ähnliches verfügbar sein, bevor ich den alten Typ abkündige.

00:12:18: Und hier haben wir leider das Problem die neue Typ bekommt erst zum Mitte Ende siebenundzwanzig auf dem Markt.

00:12:24: Dann sollen die Zulassungen abgeschlossen sein.

00:12:26: Also haben wir ungefähr ein Jahr bis eins Komma zwei Jahre Zeit, um mit all unseren Kunden in die neue Zulassung zu gehen wenn wir weiter auf Panasonic setzen wollen?

00:12:35: Jetzt sage ich mal so, wir wollen ja nicht nur Werbung für Panasonic machen.

00:12:38: es gibt dann auch so unbedeutende Firmen wie Samsung oder Sanio oder auch noch einige andere.

00:12:44: Es gibt aber eben auch den chinesischen Wettbewerb und die letzten jahre hat man immer wieder gehört okay der chinesische wettbewert hat fast dieselben Leistungsdaten, wenn ich die Zelle anschaue ist aber kostengünstiger.

00:12:58: Häufig fragt man dann den Kunden möchtest du namhafte Qualität oder darf es auch etwas günstiger sein?

00:13:06: Wir haben schon gesagt knapp die Hälfte des Umsatzes kommt aus dem Bereich Medizinten nicht.

00:13:11: Wie schaut's da aus?

00:13:12: Ist man da bereit so was zu riskieren oder geht man dann lieber auf Nummer sicher?

00:13:19: Also eine sehr, sehr wichtige Frage die wir auch mit unseren Kunden regelmäßig diskutieren und durch unser eigenes Testlabor haben wir da wahnsinnig viele Daten und wissen ganz genau welche Zelle was kann.

00:13:30: Und leider ist es so.

00:13:32: nach wie vor gibt es viele chinesische Hersteller die noch nicht so konstant produzieren.

00:13:36: das heißt sie haben eine gewisse Streuung und diese Streuungen macht bei dem ein oder anderen Projekt fast unmöglich dass wir die verwenden.

00:13:43: Also wenn ich jetzt eine Batterie habe mit ein, zwei Zellen dann ist es noch okay, wenn eine Zelle um fünf Prozent streut.

00:13:48: Aber wenn ich eine Batteriemach aus fünfzehn, zwanzig, dreißig zählen, dann ist die Streuung eigentlich schon zu groß für uns und auch für unsere Kunden.

00:13:58: Ist das nach Ihrer Einschätzung ein Gap, das Sie schließen können?

00:14:02: oder würden sie sagen Tja!

00:14:03: Wenn die da aufholen haben die namhaften Noch mehr an der Schraube gedreht und es nochmal feiner gemacht?

00:14:09: Was ist da Ihre Einschätzungen?

00:14:10: Ist das händelbar?

00:14:13: Ja, also ohne Frage.

00:14:15: Man muss erst mal dazusagen, chinesische Zellen werden immer besser.

00:14:18: Also es ist nicht so.

00:14:19: die bleiben nicht stehen, die werden immer bessern.

00:14:21: das können wir über die Jahre auch sehen.

00:14:24: Werden immer besser und ich glaube die werden dieses Skept natürlich auch verringern.

00:14:27: Das ist auch schon geringer geworden übrigens.

00:14:29: Wir waren zu Beginn unserer Messungen irgendwie um den fünfzehn-zwanzig Prozent Faktor Streuung.

00:14:34: Das ist dann viel zuviel gewesen.

00:14:36: jetzt sind wir schon Richtung fünf Prozent.

00:14:38: Es wird schon besser.

00:14:39: aber es gibt noch einen kleinen Fun Fact.

00:14:42: In unserem Labor können wir sogar, also muss ein bisschen ausholen.

00:14:46: Panasonic produziert eine Typ in Japan und die gleiche Typ wird auch in China produziert.

00:14:52: Und wenn wir unseren Labor diese Zellen geben, können sie anhand der Ergebnisse feststellen nach der Analyse welche Zelle aus China kommt oder welche aus Japan.

00:15:00: Also selbst dort sieht man geringfügige Unterschiede.

00:15:03: wahrscheinlich hat das mit Zulieferer zu tun.

00:15:06: Qualität der Materialien ist vielleicht ein ganz klein bisschen anders und schon merkt man garinge Abweichungen.

00:15:11: Ich habe es jetzt schon ein paar Mal erwähnt, dass Medizintraining für euch ein ganz wichtiges Feld ist.

00:15:17: Jetzt ist ja die Bundesregierung angesichts knapper Katzen auf der Suche nach Möglichkeiten wie man den Kosten einsparen kann und im Rahmen dessen hat man sich eine umfassende Reform der gesetzlichen Krankenversicherung zum Ziel gesetzt.

00:15:34: Ist das kritisch für euch?

00:15:36: Seht ihr da eure Fälle davon schwimmen?

00:15:38: oder sagen sie nicht Wir sind zu breit aufgestellt, dass das uns dann wirklich nachhaltig schädigen könnte.

00:15:45: Wenn es dazu Einsparungen kommt die jetzt noch nicht vorherzüber sind?

00:15:50: Es wird so sein, dass wir spüren werden in gewissen Maße aber wir sind zum Glück auch sehr breitaufgestellt.

00:15:56: also wir sind von der Notfallmedizin zur analytik lebenserhaltende Lebenserrettendesysteme bis hin zur Dentalmedizin ist bei uns sehr viel vertreten und ich glaube der ein oder andere Bereich wird etwas abfedern.

00:16:07: Aber es wird auch Bereiche geben.

00:16:09: Wir haben mit starken Umsatzeinbrüchen rechnen müssen.

00:16:14: Und eins darf man bei der ganzen Thematik nicht vergessen, jetzt reden wir bei diesem Gesetz über ein deutsches Gesetz.

00:16:20: Viele unserer Kunden sind auch international aufgestellt und die können das vielleicht sogar auch mit Eroberung anderer Zielmärkte als Beispiel Indien wieder abfedern.

00:16:30: also ich glaube wir werden es spüren aber es wird nichts sehr gravierend sein weil wir es durch andere Projekte.

00:16:38: Kunden verlagern ja auch ihre Geschäftsmodelle dann in Länder, wo man merkt da ist der Wachstumspotenzial höher.

00:16:46: Sie haben zuvor auch mal erwähnt vorgespätigt dass sich zum Beispiel Kandinavien in den letzten Jahren sehr positiv für sie entwickelt hat.

00:16:53: das war vor fünf sechs Jahren niedriger einstellige Prozentbereich jetzt ist es zweistellig.

00:17:00: UK hat sich auch sehr positiv entwickelt.

00:17:03: was sind die Hintergründe?

00:17:04: warum Hat das da so angezogen?

00:17:07: Hat es gesetzgeberliche Hintergründe oder ist es einfach so, dass ihr heute viel besser vertriebstechnisch dort verdient seid.

00:17:16: Also mit Gesetzen- oder Rahmenbedingungen hat's eigentlich nichts zu tun.

00:17:19: wir haben dort die Vertriebspräsenz etwas ausgebaut und dann kommt eben auch der Faktor Mundpropaganda hinzu.

00:17:25: wenn man merkt Es funktioniert ganz gut mit diesem Lieferanten Dann spricht sich das rum in der Branche Und man bekommt auch Anfragen von Firmen die man noch nicht kannte.

00:17:35: Sie haben es gerade gesagt, schon Indien.

00:17:37: Jetzt sage ich mal okay.

00:17:39: Die Namespatterie ist ein kleiner leistungsfähiger Mittelständler aus dem Ländle aber Indien ist dann eine andere Hausnummer.

00:17:47: Wie um Gotteswillen kommt ihr zu interessanten Handelsbeziehungen?

00:17:52: Zu Indien oder andersom gefragt sind das bereits erste Auswirkungen dessen was die EU an Freihandelsabkommen mit diversen Regionen und Ländern auf der Welt abgeschlossen hat?

00:18:06: Also wir beliefern nicht direkt den indischen Markt.

00:18:08: Das läuft dann über unsere Kunden, also viele unserer Kunden sind international sehr gut aufgestellt.

00:18:13: Und dort ist ja Indien tatsächlich bei zwei unserer großen Kunden ein neuer Zielmarkt.

00:18:19: Wir haben im letzten Jahr schon so viele Zulassungen gemacht – die Biszulassung für Indien wie nie zuvor.

00:18:27: Dieses Jahres haben wir noch mal so viel Zulassung gemacht wie im letzten Jahr.

00:18:30: Also man sieht dort eine ganz klare Tendenz, immer mehr Batterien die wir produzieren werden in Indien zugelassen, sodass sie auf diesem Markt dann auch entsprechend vertrieben werden können.

00:18:40: Thema Zulassung und ähnliches fühlen uns zur anderen Frage.

00:18:46: Eines der heißesten Themen in der Branche ist in den letzten Jahren die EU-Batterieverordnung oder die neue EU- Batterie Verordnung.

00:18:55: Wie stehen Sie zu dem Thema als Insel und wie sind Ihre Erfahrungen bisher damit?

00:19:00: Also ich habe da ein bisschen gemischte Gefühle.

00:19:03: Auf der einen Seite gibt es Punkte, die richtig und wichtig sind aber auf der anderen Seite ist das ein sehr großes Bürokratie-Monster geworden.

00:19:10: also wir müssen einfach sehr viel zusätzlichen Aufwand betreiben um das alles abfedern zu können.

00:19:17: generell positiv gestimmt Es sind viele interessante Punkte drin Aber vielleicht hätte man es handwerklich anders lösen können dass nicht soviel Bürokritie wird denn das hemmt uns leider auch.

00:19:26: Das muss man so sagen, wir werden dadurch in der Kostestruktur durchaus benachteiligt im Vergleich zu Länder die das nicht haben.

00:19:37: Kann man es dann nur noch durch Markterfahrungen ausgleichen?

00:19:41: Durch Marktkenntnisse oder wie würden sie... Ich meine wenn ich mir da selber quasi Stolpersteine in den Weg leg, wie kann man das als Mittelständler ausgreichen?

00:19:55: Sie sprechen stolper Steine an, da gibt es auch etwas was wir gar nicht sozusagen beeinflussen können.

00:20:01: Also wir sind ja ein Batteriehersteller und wir kaufen Zählen bei großen Herstellern teilweise auch bei Chinesen.

00:20:07: Und wenn ein Hersteller kein Interesse daran hat diesen Aufwand für sich zu betreiben... ...und für sich beschließt okay dann lass ich den europäischen Markt einfach sterben.

00:20:16: Das ist eine Gefahr die wir aktuell durchaus aus realistisch ansehen vielleicht nicht bei den ganz großen fünf Aber bei etwas kleineren asiatischen Herstellern könnte das passieren, dass man dann einfach den Vertrieb für Europa einstellt.

00:20:27: Vielleicht spielt uns hier aktuell die Lage in USA ein bisschen in die Karten denn dort ist ja auch etwas schwierig... ...die Handelsbeziehung zwischen China und USA.

00:20:36: Dass es nicht so schnell passiert aber die Gefahr ist durchaus möglich.

00:20:40: also ich halte sie für realistisch.

00:20:42: Weil das überrascht mich jetzt ein bisschen weil eigentlich ist es ja so, dass wir über das letzte Jahr darüber sprechen, dass explizit chinesische Unternehmen Ja, Europa ist das neue Amerika entdecken und versuchen umzuswitschen von den USA Richtung Europa.

00:20:59: Was ist da so anders wenn es um Batterien geht?

00:21:03: Dass man da sagt, da besteht durchaus die Gefahr dass sie einfach das Interesse an diesem Absatzmarkt Europa verlieren.

00:21:11: Es wird letztendlich eine wirtschaftliche Frage sein Und zwar wenn ein Hersteller für sich nicht Kosten-Nutzenrechnung aufmacht, wenn die Zölle in USA vielleicht wieder geringer werden.

00:21:22: Dann ist der Markt USA wieder viel interessanter für die.

00:21:24: also momentan haben wir ja den Vorteil dass eben die Märkte sehr stark nach Europa tendieren weil eben das zolle Embargo von den USA... ...in die Richtung die Hersteller treibt.

00:21:37: ob das in drei vier fünf Jahren noch so ist kann ich nicht vorhersagen.

00:21:40: und dann müssen sich Herstellern einfach überlegen Wenn ich eine Zelle nach Europa liefere habe zwanzig Prozent mehr Kosten zum Beispiel, kann ich die im Stückpreis unterbekommen oder kann ich es nicht?

00:21:51: Ist der Markt bereit das zu

00:21:52: zahlen?".

00:21:53: Das ist da eigentlich so etwas wie die Größe des europäischen Marktes.

00:21:56: Wenn ich meine EU nehme, sind wir irgendwo zwischen vierhundertzwanzig und vierhundfünfzig Millionen Einwohnern.

00:22:03: Dann nehme ich noch die Beitragskandidaten dazu.

00:22:06: Wenn Ich noch die UK dazunehme, bin ich noch ein bisschen größer.

00:22:10: Ist das ein Argument oder ist das dann etwas was da keine Rolle spielt in so einem Fall.

00:22:18: Weil es ist ja ein einheitlicher Wirtschaftsraum, also ich müsste mich nicht an X-Ochen

00:22:23: anpassen.".

00:22:25: Also natürlich ist es wichtig und richtig dass wir eben einen einheitlichen Wirtschaftsraum haben.

00:22:29: Denn sonst nehmen wir mal an nur Deutschland würde das Gesetz zu machen dann wäre der Markt völlig uninteressant.

00:22:38: Das ist definitiv so.

00:22:40: Eins darf man nicht vergessen bei der ganzen Thematik Wir reden über Länder wie Indien, es gibt ja nicht nur USA.

00:22:46: Es gibt ja dann auch Südamerika haben wir noch.

00:22:48: Wir haben Australien.

00:22:50: Das sind alles Märkte die nicht ganz so stark reguliert sind und wenn ein Zellhersteller sowieso vor dem Dilemma vielleicht steht ich habe weniger Ausstoß an Zellen als Nachfrage Dann wird er vielleicht auf den Markt Europas sagen ist mir zu aufwendig, ist zu teuer, zu kostspielig.

00:23:06: Vielleicht fällt der dann hinten runter.

00:23:11: Kommen wir nochmal zum ganz anderen Thema.

00:23:13: Ihr habt seit kurzem einen neuen Geschäftsführer.

00:23:17: Also frisches Blut, frische Dynamik?

00:23:23: Ist das jemand aus dem eigenen Haus?

00:23:25: Kommt der aus der Branche?

00:23:26: Hat er schon gesagt wo er euch hinführen will?

00:23:29: Umsatzverdopplung

00:23:30: etc.?

00:23:31: Genau also es ist richtig.

00:23:33: der neue Geschäfts-Führer ist Mario Reichmann seit Ersten Fünften im Jahr zwölf Jahre in der Batteriebranche tätig und seit zwölft Jahren bei Dynamis.

00:23:45: Das heißt, einen großen Vorteil den ich da sehe.

00:23:47: er ist bereits im Unternehmen tätig.

00:23:48: Er kennt die Strukturen, er kennt die Abläufe, er bringt ein funktionierendes Netzwerk mit und die internen Strukture sind halt bestens bekannt.

00:23:57: Wir wollen eigentlich Veränderungen dort machen wo sie sinnvoll sind ohne das bewährte Unnötigen Frage zu stellen dass es so die Philosophie die dahinter steckt Und ja junge Ideen kommen mit rein.

00:24:09: Natürlich wäre unsere Umsatzverdopptung sehr schön in den nächsten zwei, drei Jahren.

00:24:12: Das wäre natürlich auch mein Wunsch aber ich bleibe mal realistisch.

00:24:16: das Marktumfeld ist aktuell ein bisschen schwieriger und wir werden ein solides Geschäftsmodell aufbauen.

00:24:22: Wir möchten nicht ganz kurz oder schnell wachsen, wir möchten das lieber solide machen.

00:24:28: Manchmal ist es auch so wenn man zu schnell wächst hat man Probleme und die wollen wir uns gar nicht ins Haus holen.

00:24:33: Herr Pfarrn, ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen und wünsche über diesem Vorhaben Viel Erfolg.

00:24:40: Dankeschön!

00:24:41: Danke.

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