Kleines Volumen – hohes Niveau – Power-Talk mit Oliver Walter, CEO und Mitgründer von Camtec Power Supplies
Shownotes
Kleines Volumen – hohes Niveau, das ist der Anspruch der Camtec Power Supplies. CEO und Mitgründer Oliver Walter erklärt im Gespräch, wie die Konzentration auf Entwicklung und Fertigung in Deutschland in Zeiten der aktuellen Veränderungen noch einmal zusätzlich an Gewicht gewinnt. Kunden, die bisher eher kostengetrieben waren, gehen inzwischen zu mehr strategischem Denken über. Mit einer klaren Plattformstrategie ist Camtec in der Lage, neue Entwicklungen sehr zeitnah auf den Markt bringen zu können. Oliver Walter erläutert in diesem Gespräch, wie man als Nischenanbieter erfolgreich und agil auf die diversen Herausforderungen dieser Zeit reagiert.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und Grüß Gott.
00:00:13: Mein Name ist Engbert Hopf, ich bin der Chefreporter der Marketing-Technik und begrüße Sie zu einer weiteren Folge unseres Power Talks.
00:00:22: Heute habe ich mir Oliver Walter eingeladen, das ist der Mitgründer und CEO der Comtec Power Supplies eines kleinen Stromversorgungsspezialisten aus dem Schwarzwald und er gehört zu dieser ganz kleinen Spezies von Sturmversorgungsspezialisten aus Deutschland, die wirklich ausschließlich in Deutschland entwickeln und fertigen.
00:00:45: Da kann ich Sie doch gleich mal fragen ist dieser Standort Deutschland dieses Prädikat Made In Germany unter den veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen für sie ein zusätzlicher Vorteil?
00:00:58: Und sonst mal ganz ehrlich haben Sie nur nie daran gedacht dass irgendeinen Teil ihrer Wertschätzungsköpfe Kette ins Ausland ausladern?
00:01:07: Guten Tag Herr Hopf, ich grüße Sie und vielen Dank für die Einladung zu dem heutigen Podcast.
00:01:13: um Ihre Frage zu beantworten.
00:01:15: Also wir fertigen traditionell in Deutschland seit vielen Jahren.
00:01:20: Wir haben eine sehr hohe Produktive und man nennt es in der Fachpresse also wir haben neulich eine Bestückungslinie gekauft.
00:01:29: Da hat man überlegt, wer das Schlagwort passt denn da am besten zu dem Hersteller der dann einfach ein bisschen zeigen wollte wie er diese Anlage hier implementiert hat was durchaus eine Herausforderung gewesen und weil uns das wie wir herstellen und fertig doch von der typischen große Entfertigung unserer Wettbewerber unterscheidet.
00:01:48: Und der hat dann halt zu diesen Schlagwörtern High Mix und Low Volume gegriffen.
00:01:54: Das bringt die Sache eigentlich ganz gut auf den Punkt.
00:01:57: sehr große Bandbreite an Produkten, die wir herstellen und diesmal in kleineren Stückzahlen müssen aber mit dieser Stückzahl groß zu ihren Niveau erreichen.
00:02:10: Es ist schwierig für ein Fertigungsdienstleister so etwas abzubilden.
00:02:14: er müsste sehr diversifiziert auf diese Sache eingehen oder er müsste eigentlich im Prinzip das so ähnlich machen wie wir dass man wirklich zum Beispiel auf den Bestückungslinien das gesamte Lager abbilden können um Rüstkosten runterzubringen.
00:02:27: Was würde dann irgendwann dazu führen, dass der eine eigene Fertigungslinie nur für uns zur Verfügung stellt?
00:02:33: Rechnen würde sich das nicht.
00:02:34: Also es muss man auch so sehen und ein großer Vorteil hat es natürlich, dass wir in der Lage sind sehr schnell und reaktiv auf Kundenanfragen zu reagieren.
00:02:43: Technische Anpassungen sind schnell umgesetzt, sie sind schnell produziert ausprobiert.
00:02:47: Prototypen sind sehr schnelle zu machen und auf der anderen Seite ist es auch so, kurze Wege haben und dann natürlich sehr kurze Lieferzeiten realisieren können auf die Art und Weise.
00:03:03: Jetzt haben Sie natürlich kunstvoll meinen letzten Punkt der Frage um Schiff.
00:03:08: wirklich noch nie drüber nachgedacht.
00:03:12: Drüber nachdenken muss man als Unternehmer immer, sie sind also immer gezwungen alle Entscheidungen diese treffen mit dem Frage zu stellen denn wenn sie sich irgendwie einigeln Soll man zurücklehnen, dann machen Sie schon den größten Fehler, den Sie als Unternehmer machen können weil sie Unternehmen nicht.
00:03:29: Sie sitzen da und warten ab was auf sie zukommt.
00:03:32: aber tatsächlich haben wir in den letzten Jahren immer wieder darüber nachgedacht diese Investitionen vielleicht zur Kappe und nach außen zu geben.
00:03:43: die Veränderung seit der Pandemie über die geopolitische Lage und die Lieferzeiten lieferfristen.
00:03:50: Wir haben uns eigentlich dazu bewegt genau diesen Schritt nicht zu gehen Und im Gegenteil haben wir in den letzten zwei, drei Jahren wahnsinnig viel Geld in die Hand genommen um diese Produktionen auf die Industrie Vier Null auf den Level zu bringen.
00:04:04: Um dann letztendlich auch für die Zukunft Gewörste zu sein und Produkte hier effizient und kostenorientiert herstellen zu können.
00:04:13: Zugeben, zweitmal mal den Blick weg von diesem Fokus.
00:04:16: Germany Wie groß ist eigentlich Ihr Auslandsanteil beim Strombesorgungsgeschäft?
00:04:22: Hat sich der in den letzten Jahren verändert, gibt es da Exportschwerpunkte?
00:04:28: Beendern tun sich diese Daten im Augenblick ständig.
00:04:34: Es liegt einfach auch an dem Umfeld, indem wir uns bewegen.
00:04:38: Aber als Unternehmen was eigentlich kein großes Unternehmen ist aber dennoch eben Diese Spezialitäten auf dem Markt anbietet, das ist automatisch nicht nur auf einen Markt beschränkt.
00:04:49: Also sie gehen automatisch auch ins Ausland.
00:04:53: Ich selbst habe Marketing studiert also ich weiß wie ich das letztendlich erreichen kann ausländische Märkte und Präferenzen anzugehen.
00:05:01: Und unser Haushaltsanteil liegt ungefähr bei seventy Prozent einschließlich dem europäischen... Das könnte man dominieren
00:05:07: nennen!
00:05:08: Ja das dominiert.
00:05:10: Das beantwortet vielleicht die Frage und davon sind etwa in Europa.
00:05:13: Ich habe mir die Zahlen gerade aktuell immer wieder angesehen, das war früher mehr im Ausland.
00:05:21: also inzwischen ist Europa wieder etwas stärker geworden.
00:05:23: Das liegt aber vielleicht auch ein bisschen daran dass einzelne Märkte nun eine andere Performance darstellen.
00:05:32: Wir haben in China jetzt ein bisschen weniger Investitionen im Geschäft.
00:05:36: Da sind viele Fabriken nicht so ausgelastet, dass sie jetzt wieder Geld in die Hand nehmen wollen.
00:05:41: Versuchen eben erst mal ihre bestehenden Kapazitäten auszulasten.
00:05:45: Die USA ist ein Thema für sich – das kennt jetzt inzwischen jeder –.
00:05:49: Zollpolitik oder eben die Maga-Bewegung macht natürlich das Problem.
00:05:58: die dort unterwegs sind, ist das auch nicht einfach.
00:06:03: Und also so gesehen hat sich Europa schon ein bisschen mehr dazu entwickelt wieder auf sich selbst zu schauen und gewisses Risken zu betreiben.
00:06:18: Die Märkte sind also definitiv im Umbruch, wo man früher zum Beispiel Ersteller hatte, die jetzt vielleicht erpreisorientiert gekauft haben ändert sich das im Augenblick wieder.
00:06:34: Also versucht jetzt doch lieber strategisch zu denken und eben unter Umständen die Produkte lokal zu sourcen oder zumindest ein Mix daraus herzustellen, das eigene Geschäft abzusichern.
00:06:48: Ich glaube ich trete Ihnen nicht so nahe Herr Wald, wenn ich sage Sie sind ein Spezialist der in einer Nische tätig ist.
00:06:55: aber vielleicht können sie doch mal sagen was sind denn eigentlich diese deutschen Tugenden?
00:06:59: Diese Besonderheiten eines deutschen Herstellers die innen aus mittelständischen Spezialisten den Erfolg im internationalen Wettbewerb bescheren, denn irgendwas müsste sie ja anders machen da im Finstall bei Karlsruhe.
00:07:12: Was dazu führt dass man auf ihre Produkte zugreift und ich meine bei dem Standard-Bashing das da in den letzten Jahren betrieben wurde.
00:07:23: also was sind diese Kerntugenden die man ihnen offensichtlich zuschreibt?
00:07:30: Der Deutsche existiert für mich eigentlich gar nicht.
00:07:33: Also bei mir im Unternehmen sind alle möglichen armen Kulturen verankert, wir haben Mitarbeiter aus allen Herrenländern und die Symbiose, die daraus entsteht, aus diesen verschiedenen Sichtweisen Aufgabenstellungen anzugehen – das ist vielleicht unsere Stärke!
00:07:51: Das musste irgendwie koordinieren und daraus versuchen etwas zu kreieren was dem Kunden Nutzen dient.
00:08:02: Also letztendlich, als ich damals angefangen habe die Firma zu gründen nochmal im Studium da kam jemand zu mir und hat mir gesagt du fass auf wenn du mal so ein Unternehmen hast dann musst du das machen was die Kunden von dir möchten Und wenn du das machst was du kannst Dann wird dein Unternehmen das nicht überleben.
00:08:25: und jetzt ist es auch die Kultur die wir hier in unserem Unternehmen vorantreiben.
00:08:28: also Wir sind europäer sind offen für jede Kultur.
00:08:33: Und die Leute haben dann eben Spaß an ihrer Aufgabe und können sich dort ausleben, das ist vielleicht das was einen voran bringt.
00:08:41: Die Kundennähe, die der Entwickler bei uns hat, die ist natürlich auch sehr gut weil er eben auch mal in Kontakt kommt mit der Aufgabenstellung, die Der Kunde vor Ort hat und kann sich also jetzt viel besser vorstellen was da tatsächlich benötigt wird.
00:08:56: und es fließt eben in unsere Produkte mit ein.
00:09:00: Somit können die Kunden auch viel mit diesen Produkten anfangen, trotz denen sie vor einer Stange kommen.
00:09:04: Also es ist eigentlich eine Plattform der arbeiten kann.
00:09:09: Es bleibe ich doch einmal bei diesem Ausdruck Deutsch.
00:09:13: Der steht ja im Allgemeinen traditionell für Präzision kommt natürlich aus der Mechanik aber es sind jedoch diese Dinge... Ich kaufe mir einen BMW weil ein BMW halt anders gefertigt hat als ein anderes Auto.
00:09:29: Jetzt hat dieses Thema Präzision.
00:09:33: Ist das auch etwas, was Sie sagen würden?
00:09:35: Nämlich für meine Produkte.
00:09:38: und wenn ich jetzt noch den nächsten Schritt mache sie haben in der Pandemie ihre Supply Chain massiv verändert.
00:09:47: Was waren die Gründe dafür?
00:09:50: ist das problemlos abgelaufen?
00:09:52: Und welchen Sondernutzen haben Ihre Ihre Kunden davon, außer dass sie vielleicht das Produkt jetzt noch zuverlässiger bekommen als zuvor?
00:10:06: Die Gründe warum wir unsere Supply Chain geändert haben die lagen eigentlich in der Allocation Phase.
00:10:14: Direkt nach der Pandemie auch so viele vielfältige Probleme in der Lieferkette.
00:10:21: Dass unseren Ingenieure weniger damit beschäftigt waren Produkte zu entwickeln als eben komplementäre Teile raus.
00:10:27: Und diese Kapazitäten, die das gebunden hat.
00:10:30: Hat uns, wenn man ehrlich ist um teilweise um ein zwei Jahre Entwicklungstätigkeit zurückgeworfen sind sich nicht im Sinne eines Unternehmers sowas zu tolerieren.
00:10:42: also haben wir versucht umzudenken und muss eben auch darüber nachdenken was passiert wenn mir dieser Lieferketten aus anderen Gründen wegbrechen.
00:10:51: so eine Pandemie kann es ja nicht vorher einschätzen.
00:10:53: aber die geopolitischen Veränderungen in diesen In dieser Zeit die sind auf jeden Fall ein hohes Risiko.
00:11:00: Und da bin ich nicht alleine, dass viele Unternehmen darüber nachdenken wie ich vorhin schon gesagt habe das man eben versucht einen Mix herzustellen und irgendwo betriebswirtschaftlich noch abbildbar sein kann sicherlich nicht alles jetzt in Europa herstellen aber einen Teil oder vielleicht die Produkte die so essentiell wichtig für sie sind dass sie überhaupt in der Lage sind zu liefern und zu überleben, uns mal auf den Punkt zu bringen.
00:11:25: Die sollte man vielleicht doch lokal sourcen auch wenn das ein bisschen teurer ist.
00:11:29: oder sie stellen eben einen Mix her indem Sie eben einen Teil davon in Europa produzieren und den anderen Teilen in Asien für größere Unternehmen eine interessante Alternative die sicherlich da auch praktiziert wird.
00:11:44: Aber tatsächlich haben wir auch dadurch eine Qualitätssteigerung erlebt.
00:11:48: Gerade Leiterplatten lassen sich hier in Europa auf einem anderen Standard fertigen, ausgenommen sie haben natürlich große Entfertigungen aber die haben ja eben nicht.
00:11:58: Wir sind ein kleiner Spezialist und da erreichen Sie eben nicht Zehntausende von Leiterplatten von einer Typ sondern eben geringere Stückzahlen.
00:12:05: Ich müssen noch mal trotzdem auf dem selben Niveau hergestellt werden und so wie wir uns auf kleinere Mengen spezialisiert haben hat sich die Veränderung der Märkte in Europa in den letzten zwanzig Jahren genau diese Spezialisten auch in anderen Branchen hervorgebracht.
00:12:21: Und dieses Know-how und diesen Input, den können wir hier vor Ort viel besser nutzen als aus China beispielsweise, wo die Wege viel länger sind und teilweise dieser Technologietransfer nicht in der Art stattfindet.
00:12:34: Sie haben es zuvor schon mal angedeutet.
00:12:37: Zu Beginn ihrer Laufbahn so mache ich das was wirklich sehr gut kann oder orientiere ich mich doch an dem, was die Kunden meinen zu benötigen.
00:12:50: ComeTec gibt's seit schon einige Jahrzehnte.
00:12:53: Haben Sie in dieser Zeit mal die Produktphilosophie oder das Portfolio geändert?
00:12:58: Eben in Reaktion auf Kundenwünsche sind sie und etwas weggegangen, was wir ursprünglich gemacht haben und haben sich in eine andere Richtung orientiert?
00:13:09: Definitiv!
00:13:14: Das Unternehmen waren wir eigentlich ein Hersteller, der kundspezifisch entwickelt hat.
00:13:19: Wir hatten gar keine eigenen Produkte.
00:13:20: Wir haben für die Kunden nach deren Vorgaben und Wünschen Produkte entwickelt, die ihre Applikation erfüllen.
00:13:30: Mit der Zeit haben wir unsere eigenen Produktlinien entwickelt.
00:13:35: Die letzten dreißig Jahre, die wir damit verbracht haben, haben natürlich auch Veränderungen.
00:13:41: Beinhaltet, das ist einfach so dass die Märkte sich ändern.
00:13:43: Die Technologien ändern sich die Anforderungen.
00:13:46: Am Frühjahr hat gesagt, meine Automatisierung im Schaltschrank ist die Ausrichtung für dieses Unternehmen.
00:13:53: da wollen wir konkurrenzfähig sein und es ist heute vielleicht eher die Prüfautomationen, Infrastrukturlösungen, Bahnanwendungen.
00:14:00: Die Anforderung kam dann eben auch von der Kundenseite.
00:14:04: aber Und wenn sie sich dann weiter spezialisieren, wozu sie auch letztendlich irgendwo gezwungen sind um wettbewerbsfähig zu bleiben in diesem Land herstellen zu können.
00:14:15: Dann reduzieren Sie eben auch ihr Portfolio und das haben wir auch getan.
00:14:19: Das waren mal über vierhundert Produkte die wir angeboten haben jetzt uns noch ungefähr zu hundertsechzig.
00:14:24: Die haben wir ganz spezialisiert auf die zielmärkte ausgerichtet sind indem wir auch in Zukunft agieren möchten.
00:14:30: Ich gehe davon aus, das gilt auch für die zuletzt vorgestellten Produkte.
00:14:34: Da war zum Beispiel die EC-II-Baureihe dann die Modularen Stromversorgung der CPS Serie und davor die Inrush Current Limiter.
00:14:43: Das ist finde ich für ein wirklich vergleichsweise kleines Unternehmen eine sehr hohe Innovationsdichte.
00:14:50: Und ja sie haben ja eine relativ kleine Entwicklermannschaft.
00:14:54: Wie kriegt ihr das hin?
00:14:58: ...dass unser großes Geheimnis ist.
00:15:00: Ja, das frag ich ja.
00:15:02: Das ist doch bitte offen!
00:15:03: Naja also... Ich hatte ein bisschen das Glück gehabt dass sich mit meinem Wissen aus meinem Studium auf die Art und Weise wie wir unsere Produkte entwickeln, einwirken konnten frühzeitig genügen.
00:15:18: Also ich musste jetzt nicht historisch etwas übernehmen Sondern wir haben also von Anfang an Plattformen geschaffen.
00:15:26: Auf diesen Plattform können wir verschiedene Entwicklungen aufsetzen.
00:15:30: Ich stelle sich das so ähnlich vor wie beim Fahrzeug, dass tatsächlich auch die Grundidee dahinter steht.
00:15:37: also wir haben eine Plattform für vielleicht ein Produkt was aus einer hochtechnisch exakte Ausreglung ermöglicht und vielleicht sogar als Labornet-Style taugt.
00:15:47: und auf der anderen Seite haben sie weder im Produkt etwas einfache Anwendungen erfüllt die aber preisorientiert sind sodass also der Kunde nicht unbedingt gezwungen ist das teure Produkt dort einzusetzen, wo es eigentlich unerfordert wäre und damit aber auch mehr Geld investiert als notwendig ist.
00:16:05: Also
00:16:06: das letzte Beispiel dafür habe ich ja diese EC-II-Serie, wo Sie bestimmt das an den Weg lassen haben um das Produkt eben etwas kostenkönziger zu machen?
00:16:14: Wenn ich es nicht brauche die ist das Feature.
00:16:15: warum soll ich das bezahlen?
00:16:17: Ja der Trend der ist dass man eben immer mehr Leistung zur Verfügung haben möchte in seinen Anwendungen.
00:16:24: also wo der Maschinenbau früher gesagt hat tausend paar dreichen mir Da sind es dann heute hundfünfzehnte oder zweitausend oder noch mehr.
00:16:33: Und höhere Ausgangsspannung, das ist eigentlich so ein bisschen der Trend, der sich in den letzten Jahren nicht nur aus der Automobilindustrie sondern auch aus der allgemeinen Industrie Hörmet durchsetzt.
00:16:45: und dann gibt es einen großen Unterschied.
00:16:48: früher hat man versucht Produkte einzusetzen die so hochtechnisch wie möglich sind also sie würden sozusagen alles können.
00:16:58: Und vielleicht hat das Geld auch nicht so die Rolle gespielt, dieses Produkt auszuwählen.
00:17:03: Wenn es um die Fertigungsautomation geht also um die Prüfautomaton heute ist die Investitionsbereitschaft anders aufgestellt.
00:17:11: man schaut eben doch mehr auf das Geld und sagt dann halt also was früher heitisch war sagt man heute eher it's good enough und ich kaufe jetzt das Produkt.
00:17:21: was exakt an?
00:17:21: die Applikationen Das sieht man eigentlich in der Entwicklung unserer Produkte, in den letzten zehn Jahren geht es genau in diese Richtung.
00:17:29: Wir haben modulare Systeme entwickelt oder eben auch diese zwei KW-Netzteile auf der Hutschiene die Applikationen erfüllen können mit sehr hoher Genauigkeit und Präzision aber gleichzeitig die Möglichkeit bieten kostenorientiert zu arbeiten an dieser Stelle.
00:17:48: Mit noch einmal Leistungssichte oder immodulare Systeme, die sich exakt an die Anforderungen des Kunden skalieren lassen?
00:17:59: Okay.
00:18:01: Gehen wir mal weg von der Technik gehen wir mal hin zu den Rahmenbedingungen.
00:18:06: Derzeit versucht die Bundesregierung ja durch verschiedene Maßnahmen diese Rahmendingen für das deutsche Industrie positiv zu verändern sei es dass der Strompreis reduziert oder andere Dinge.
00:18:17: wenn sie ganz persönlich zwei Wünsche frei hätten Was wäre das, wo Sie sagen, bitte verändert das?
00:18:23: Das hindert uns an der Weiterentwicklung oder am größeren geschäftlichen Erfolg.
00:18:32: Was ich mir wünschen würde – das würde jetzt nicht nur an diese Bundesregierung richten, sondern eigentlich an alle Regierungen.
00:18:41: Das ist vielleicht ein europäisches Problem aber mit unserer Regierung hier entwickeln sie vorausschauende Strategien und zwar
00:18:54: Sie plädieren für einen fünf-Jahresplan.
00:18:58: Nein, das natürlich nicht!
00:18:59: Sondern sie wissen überlegen welche Entscheidung in der Zukunft tragfähig ist.
00:19:05: Wenn ich wieder jetzt ein Unternehmen auch machen muss... Ich muss ja eine Entscheidung treffen.
00:19:09: wenn ich jetzt ein Produkt auf den Markt bringe dann gerne dazu sagen ich sehe es nach anderthalb Jahren wieder ab.
00:19:13: Es sei denn das floppt komplett.
00:19:15: Das kann passieren aber ich habe da so ne Tendenz in der Industrie oder sage mal in der Politik entdeckt dass das leider zu häufig passiert.
00:19:26: Wir springen hin und her, wirken mit diesen schnellen wechselnden Entscheidungen auch Innovationen ab.
00:19:37: Wunderbares Beispiel, Wärmepumpe.
00:19:40: Technologieoffenheit?
00:19:41: Wärmepumpe im Keller.
00:19:43: PV-Anlagen.
00:19:45: Sie können das breit gefächert aufstellen.
00:19:48: Es werden Forschungsmittel gekürzt.
00:19:52: diese Einschnitte schmerzlich mitbekommen.
00:19:57: Wenn ich mir jetzt überlege, dass wir eine Veränderung haben in unserer Wirtschaft die eben weggeht von der großen Produktion und vielleicht auch die Automobilindustrie wird nicht mehr so aufgestellt sein als Leistungsträger wie das früher mal der Fall war, wenn man doch eher den Trend hat, dass die Werke in die lokalen Markte gehen Anforderungen gesetzlich oder eben auch die Präferenzen der Kunden zu erfüllen und dort kostenorientiert das Produkt an den Markt zu bringen.
00:20:30: Es kann völlig anders aussehen als bei uns in Europa, dann brauchen wir doch Alternativen wenn es noch irgendwie den Versuch starten Marktführer in anderen Technologien zu werden.
00:20:45: Das erreichen Sie halt nur, wenn eine Rückendeckung aus der Politik insofern besteht dass wenn man anfängt, Industrien zu unterstützen mit Subventionen.
00:20:57: Da muss ich das auch bis zum Ende durchziehen.
00:21:00: Damit ich dir ja auch nachhaltig Arbeitsplätze schaffe.
00:21:03: Das ist vielleicht das eine... Das trägt eigentlich schon meinen zweiten Wunsch die Verlässlichkeit, dass sich mich auf Entscheidungen aus der Politik verlassen kann.
00:21:17: Dass es ein Weg ist, der beschritten wird, ist zum gewissen Punkt natürlich sinnlos.
00:21:23: Da muss man das nicht weiter verfolgen.
00:21:24: Wir müssen natürlich flexibel bleiben, aber trotzdem ist es so... ...dass eine gewisse Richtung notwendig ist und das Sinn und Her in den letzten Jahren hat sicherlich dazu geführt dass viele Startups abgewirkt wurden die vielleicht sonst sehr erfolgreich gewesen wären.
00:21:43: da bin ich mir sehr sicher.
00:21:46: Sie haben es zuvor mal gesagt sie haben das Unternehmen zusammen mit ihrem Vater ... gegründet, nachdem sie ihr Studium abgeschlossen hatten.
00:21:54: Es ist jetzt doch schon eine Zeit lang her... Wie wird's mit Camtech eigentlich weitergehen?
00:22:01: Wollen Sie das machen bis zu setzig sind oder haben Sie da noch ne Exit-Strategie?
00:22:07: Ich könnte mir vorstellen dass so ein Spezialist doch eigentlich sehr begehrt ist, dass dort der eine oder andere mal vorbeikommt und sagt möchtest du nicht!
00:22:15: Also natürlich habe ich große Freude an diesem Unternehmen weil ich mich ja auch immer wieder darin einbringen kann Und das kommt unheimlich viel zurück.
00:22:25: Die Kunden lieben die Produkte, sehen die Einsätze und loben natürlich auch die Arbeit, die hier stattfindet.
00:22:35: Ähnlich ist es auch im Unternehmen aber sie müssen immer offen sein für solche strategischen Entscheidungen.
00:22:43: In den letzten Jahren gab's immer wieder Unternehmen, die auf uns zugekommen sind und haben gefragt ob sie investieren können oder Vielleicht sogar das Unternehmen übernehmen.
00:22:56: Wenn ich mal fragen darf, kommen die dann mehr aus der Stromversorgungsbranche?
00:22:59: Oder sind das mehr Systemanbieter, die sie quasi eine wichtige Komponente ihres Komplettsystems herstellen gerne übernehmen würden?
00:23:11: Das waren klassische Investoren.
00:23:12: also.
00:23:13: die gehen jetzt zum Beispiel hin und wollen ein Portfolio für einen bestimmten Markt aufstellen um dort so haben wir mal einen entscheidenden Marktanteil sich dort platzieren zu können.
00:23:27: Und wenn sie den erreicht haben, ist natürlich die Exit-Strategie in dem Fall dieses Konstrukt wieder Gewinn bringen zu verkaufen.
00:23:37: Wenn Sie als Unternehmer natürlich hingehen und sagen ja das schließt sich völlig aus, dann stehen es sich vielleicht ein bisschen selber im Weg und vor allen Dingen auch der Unternehmung.
00:23:44: Das ist also sowas was man auf jeden Fall verfolgen kann.
00:23:48: Es muss natürlich irgendwo auch ein bisschen zu dem Konzept des Unternehmen passen.
00:23:53: Und ein Stromversorgungshersteller, der ähm... ...der ähnliche Produkte am Markt hat.
00:24:01: Die Berührung gab es da schon aber so dass man sagen konnte das ist wirklich ähm.... ...ein Punkt den man weiter verfolgen kann.
00:24:08: soweit ist es bisher nicht gekommen.
00:24:09: also es waren eigentlich immer Unternehmen die komplett branchenfremd sind.
00:24:13: Ich hatte mal einen dabei gehabt Der hat ähm Steckernetzteile hergestellt und er wollte dann eben unsere Produkte in Vietnam fertigen.
00:24:23: Oh!
00:24:27: Und dem habe ich dann ein bisschen gezeigt, was es bedeutet einen Schaltnetzteilübertrag für drei KW-Netzteile zu bauen.
00:24:34: Also nach der Plassifizierung wie wir das benötigen um die Performance der Produkte aufrechtzuerhalten.
00:24:41: und damit ist er dann zu seinem Produzenten nach Vietnam gezogen und er hat ihm dann klar gemacht dass er das nicht erstellen kann.
00:24:54: Also das ist nicht so einfach.
00:25:00: Dadurch, dass wir eben in diesen kleinen Volumen fertigen und auf diesem hohen Niveau das Produkt von A nach B zu verlagern.
00:25:08: Aber grundsätzlich geht es natürlich schon.
00:25:12: Man kann schon sagen, es ist ein Premium-Produkt.
00:25:13: also das in Vietnam herzustellen wird ein bisschen schwierig Herr Walter, ich schließe was aus Ihrer Formulierung.
00:25:19: Sie wollen mindestens nur zehn Jahre lang Spaß haben mit der Kamptec und dann vielleicht mal drüber nachdenken.
00:25:26: Es kommt immer darauf an wie das Angebot aussieht.
00:25:29: Also an die Investoren da draußen überlegen sie sich wie sie locker machen wollen damit er Walter sich in Zukunft neuen Dingen hat.
00:25:37: Natürlich so muss man das humorvollerweise betrachten aber tatsächlich ist es so.
00:25:42: ich habe schon noch einiges vor, sieht mir auch eine Entwicklung vorantreiben, auch im Augenblick sind wir stark dabei neue Produkte zu entwickeln.
00:25:50: Da vielleicht ein paar interessante Neuerungen geben.
00:25:53: Kannst du da mal ein bisschen was andeuten?
00:25:55: Wohin es gehen könnte?
00:25:56: Vielleicht auch schon auf der Elektronik hat das ja.
00:26:00: Ich weiß noch nicht ob man das da schaffen will.
00:26:03: die Anforderung, die mir an dieser Stelle haben ist sehr hoch.
00:26:06: Es geht also jetzt nicht nur darum eben die Spannung und den Strom zu liefern.
00:26:09: Das wäre so einfach!
00:26:10: Es geht auch um Schnittstellen und Konnektivität mit unseren drei KW-Einschüben eine Industrievier.null Fähigkeit in die Produkte integriert und ein bisschen abgespeckt, aber so ähnlich wollen wir das auch auf der Hutschiene machen.
00:26:28: Also es ist schon etwas was dann die Integration eines solchen Produktes in einen komplexen System ermöglicht Und gleichzeitig geht's natürlich um höhere Ausgangsleistungen und eben auch um höre Spannung.
00:26:43: Ich schon sagte, auf der Routine ist das in Maschinenbau immer mehr gefragt.
00:26:49: Wir müssen vielleicht für diese Anforderung etwas preisensitiver arbeiten als dass wir den Großen einschüben.
00:26:55: Ist die dann eben doch für große Leistungen kreiert wurden?
00:27:01: Das ist etwas was jetzt im Augenblick stattfindet.
00:27:04: Okay, liebe Hürrenhörer ich hoffe es hat Lust gemacht sich weiterhin mit Kammzig zu beschäftigen und zu schauen, was da alles noch aus dem Finster kommt.
00:27:14: Herr Walter ich bedanke mich ganz herzlich für die Zeit und dass wir hier extra nach München gekommen sind für diesen Wodka.
00:27:20: Vielen herzlichen Dank!
00:27:21: Vielen dank für die Einladung.
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