"Wir bauen ein Werk in Indien" – Power-Talk mit Bernhard Erdl, Gründer und CEO der Puls Gruppe
Shownotes
In der ersten Folge des Power-Talks spricht Engelbert Hopf mit Bernhard Erdl, Gründer und CEO der Puls Gruppe, über seinen Indien-Plan: Warum dieser Schritt? Wie weit ist die Umsetzung? Und was unterscheidet Indien vom Standort China?
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und Grüß Gott!
00:00:13: Mein Name ist Engmar Topf, ich bin der Chefreporter der Markt- und Technik.
00:00:18: Und ich habe mir heute zu unserem Power Talk der Markt & Technik den Gründer, CEO und Chief Developer der Pulsgruppe Bernhard Erdel eingeladen und wir unterhalten uns über Indien und die Bedeutung dieses Subcontinents für die Zukunft der globalen Elektronikbranche.
00:00:34: Mit knapp einigmal fünf Milliarden Menschen ist Indien die größte Demokratie der Welt.
00:00:39: Jährlich werden dort an den Hochschulen rund eineinhalb Millionen Ingenieurstudenten ausgebildet, der Talentpool ist also riesig im Vergleich zu Deutschland oder Europa.
00:00:49: aber es wird auch immer wieder angemerkt dass nur etwa zwanzig bis dreißig Prozent dieser Absolventen wirklich für zentrale Ingenieurs tätigkeiten qualifiziert sind.
00:00:59: Mit einer Render-Mode gibt das seit zwei tausend vierzehn einen sehr wirtschaftsorientierten Prämie-Minister.
00:01:07: Und vor diesem Hintergrund geht man davon aus, dass allein der Elektronikindustrie des Landes bis zum Jahr im Jahr ist ein Marktvolumen von rund fünfhundert Milliarden Dollar erreicht werden wird und das setzt jährliche Wachstumsraten in den englischen elektronischen Markten von fünf bis zehn Prozent voraus ist also äußerst interessant.
00:01:28: So Herr Erdel was hat sie dazu gebracht?
00:01:33: ernsthaft über einen Produktionsstandort in Indien nachzudenken?
00:01:39: und vielleicht gleich nochmal anschließend die Frage, ich kann mich erinnern Sie haben sich schon mal früher mit dem Gedanken getragen sind aber wieder davon abgekommen.
00:01:47: Also was waren jetzt die entscheidenden Punkte warum sie sich doch dafür entschieden haben?
00:01:54: Ja so eine Entscheidung ist ja ein langfristiger Prozess.
00:01:58: das trifft man nicht von heute auf morgen.
00:02:02: Die erste Stufe war Überhaupt die Erkenntnis, wir sollten zusätzlich zu unserem Werken in China und der Tschechischen Republik aus geopolitischem Gründen weiteres Werk haben.
00:02:14: Das war mal der erste Entscheidungspunkt.
00:02:16: da war der Standort noch ganz offen.
00:02:20: Ja dann haben alle Standorte überlegt.
00:02:22: das ging los von dem ganzen südausiatischen Raum also von Indonesien Philippinen angefangen über Vietnam Malaysia, Thailand eigentlich dann letztendlich sogar bis über Bulgarien und Rumänen bis Portugal rüber inklusive Nordafrika.
00:02:38: Also wir haben wirklich alles angeschaut in Frage gestellt.
00:02:45: uns hat sich dann relativ schnell rausgestellt dass die europäischen oder nordafrikanischen Standorte halt alle das Problem haben dass wir keine Zulieferindustrie mehr im ausreichenden Umfang im europäischen Raum haben.
00:02:58: Und eigentlich sollten wir dort hingehen, wo einmal die Lieferanten sind und auch wo die Kunden sind.
00:03:04: Also ist der europäische Bereich ausgeschieden und blieb der asiatische Raum übrig.
00:03:10: Philippinen schien ganz interessant aufgrund der englischsprachigen Kultur.
00:03:15: aber Philippinen ist dann rausgefallen weil sie sehr stark unter der globalen Erwärmung leiden werden.
00:03:22: Sie stehen auf Platzziffer zwei oder drei unter den Ländern weltweit die am meisten unter der Globalen Erwerbung leiden.
00:03:27: Das ist halt ein Inselstand-Land.
00:03:31: Da waren die Philippinen raus, dann war der heiße Kandidat Vietnam wo ja auch sehr viele Unternehmen hingehen, wie sicher aus dem Kommunismus ja auch ein ganzes Stück rausbewegt haben, wo es sehr viel korreanische Unternehmen gerade hingegangen sind und auch ein paar Japaner, die die Nähe zu China haben natürlich insofern leicht den chinesischen Zuliefermarkt zu nutzen.
00:03:56: Aber ich habe dann doch ein bisschen kalte Füße bekommen, weil es mal zu nah an China ist.
00:04:00: Wenn man sagt aus geopolitischen Gründen geht man zusätzlich aus China oder baut man was zusätzlich zu China auf und dann ist vielleicht ein direkter Nachbar wo die Chinesen ja auch einmal Einmarscherz hin und Krieg geführt haben und das Land wieder zur Ordnung gerufen haben und vielleicht auch nicht so die richtige Strategie.
00:04:21: Absolut nachvollziehbar!
00:04:24: Ja und dann blieb nicht viel, also mein Banker Desch oder Pakistan oder so was haben uns da nicht rangetraut.
00:04:30: Man leise wäre natürlich schon interessant aber das ist halt dominiert mehr von der Halbleit der Industrie.
00:04:36: Thailand, viel Automobilindustrie aber auch eigentlich eher kleine Länder.
00:04:42: Und so sind wir dann zu Indien gekommen obwohl Indien ja seit vielen Jahren den Ruf hartes Land der Zukunft zu sein Aber eben die Zukunft nie eingetroffen ist.
00:04:52: Da meinen vielleicht nur mal es ist ja so Indians Next China.
00:04:57: Ich glaube, der Begriff ist doch mindestens zehn, fünfzehn Jahre alt.
00:05:00: Dann ist das anglaufen aber wie Sie sagen es ist nie irgendwas richtiges draus geworden.
00:05:06: Genau!
00:05:07: Aber auf der anderen Seite war China, ich wollte sagen natürlich Indien bekannt für seine Softwarelösungen und für seine softwareindustrie.
00:05:16: also so verarbeitende Industrieproduktion von Hardware ist jetzt nicht unbedingt das, was man mit Indien verbindet.
00:05:26: Was war da?
00:05:27: Man sieht ja Anlass zu sagen trotzdem probieren wir das.
00:05:31: Ich glaube dass Indien im geopolitischen Kontext einfach aufgrund seiner Größe und seiner Lage eine gute Chance hat einen eigenen Weg zu gehen.
00:05:41: Und die sind auch groß genug, dass sie sich leisten können über Zollbarrieren ausländische Produkte am Verkauf im Land zu hindern und damit eine eigenständige Industrie aufzubauen.
00:05:54: Das können kleinere Länder, denke ich nicht stemmen.
00:05:56: wenn die sich zusperren dann haben sie einfach keine Rohmaterialien, keine Komponenten.
00:06:03: in unserem Fall Indien und da sehen wir ja schon Apple geht nach Indien, Micron geht nach indien.
00:06:10: Wir sehen auch dass sehr viele unserer Kunden nach Indiens gehen oder ihre Präsenz dort ausbauen Und ich denke, es wird dort eine Zulieferindustrie entstehen und das war einer der entscheidenden Kriterien bei der Überlegung.
00:06:26: Gehen wir endgültig nach Indien?
00:06:28: Dass wir erst mal geprüft haben finden wir für die wesentlichen Komponenten Lokale Zulifierer.
00:06:34: Also da sind Leiterplatten bei der Stromersorge Magnetics, mechanische Teile... Wir kriegen natürlich keine Halbleiter aus Indien aber halbleiter sind leicht, die kann man gut fliegen, die können wir gut transportieren.
00:06:47: Aber die schweren Komponenten, da haben wir den Eindruck dass es durchaus in Indien Leistungsfähige Lieferanten gibt.
00:06:53: Ich komme noch mal zurück zu diesem India is the next China.
00:06:57: Indie glauben Sie das das ähnlich sein wird wie China eine verlängerte Werkbank?
00:07:03: Denn der Hintergrund war ja damals zu sagen okay das sind einfache Arbeiten.
00:07:09: Da braucht man keine hohe Qualifikation.
00:07:11: also das saßen wir aus und geben sie nach China.
00:07:14: Denken Sie Ähnlich oder ist es wirklich so wie sie gesagt haben die werden einen eigenen Weg gehen und die werden nicht ganz unten anfangen sondern die werden mittig einsteigen.
00:07:25: Also ich glaube die Produktionsindustrie und die Infrastruktur sind in China so stark, dass Indien keine Chance hat auf der gleichen Ebene zu konkurrieren.
00:07:36: Deshalb war es ja logisch das sie ihre Softwareindustrie aufgebaut hat.
00:07:39: da brauche ich kein Infrastruktur ich brauch nur eine Datentechnische Infrastruktur.
00:07:43: Aber ich brauche keine Häfen, keine Straßen, keine Eisenbahnen wo ich in der Produktionsindustrie Material transportieren muss.
00:07:51: das fehlt ja in Indien.
00:07:55: aber Ich denke Indian auch wenn sie nicht so leistungsfähig werden wie China werden einfach für einen eigenen Bedarf eine entsprechende Industrie aufbauen Auch um ihre Leute zu beschäftigen.
00:08:08: Wir haben wir ein unmenge an jungen Leuten.
00:08:12: Die Frauen sind praktisch alle noch auf dem Land beschäftigt, wenig Frauen in der Industrie arbeiten.
00:08:17: Sie haben ein irrsinniges Potenzial an Arbeitskräften, die sie irgendwie unterbringen müssen.
00:08:23: Also den Schwenk von der Landwirtschaftsphase in eine Industriephase steht ja in dir noch bevor.
00:08:31: Insofern vertraue ich da fest darauf dass sie eine eigene Industrie aufbauen werden vielleicht nicht so jetzt Maschinenbau-Export orientiert wie China.
00:08:41: Ich glaube, die werden nicht in Chinesen Konkurrenz machen aber sie wären allein um ihr eigenes Land mit Infrastruktur aufzubauen Energieversorgung Wasser Straßen Eisenbahn Flughäfen Die bauen Unmengen von Flughafen.
00:08:56: Gibt es da so viel Bedarf?
00:08:58: gibt's da soviel zu tun?
00:09:00: und Sie halten im ganz bewusst die kinesischen Produkte aus dem land.
00:09:05: Okay, so gesagt kann man das natürlich auch machen.
00:09:06: Jetzt haben Sie gesagt, das Ökosystem ist ja quasi da.
00:09:10: Bis auf die Halbleiter, die ich quasi einfliegen muss.
00:09:13: Aber alles was irgendwie Mechanik ist und was schwer ist, kriege ich eigentlich in Indien?
00:09:19: Kann ich dort sourcen!
00:09:21: Wie ist jetzt der aktuelle Stand Ihres Indian-Projekts sag' ich mal?
00:09:28: Gut also wir haben zwei Gesellschaften, die wir dort gründen.
00:09:31: Einmal das Produktionsunternehmen.
00:09:35: Das ist gegründet, der Geschäftsführer ist an Bord Der Logistik-Spezialist ist an Bord, der Qualitätsmanager ist am Bord.
00:09:42: Wir haben das Management besetzt und ein Büro ist angemietet.
00:09:48: Wir werden auch den Staat teilweise mit einem Fertigungsdienstleister machen um schneller in die Gegene zu kommen und um den Gegebenheiten schneller Vertrauen zu machen.
00:09:59: Da haben wir einen zweijährigen Prozess ausgesucht aber wir lenken großen Wert darauf dass wir die Kontrolle über das Material behalten.
00:10:08: Deshalb erstmal unsere eigene Organisation, die dann die Aufgabe hat lokalen Lieferanten zu finden und den Dienstleister auch zu überwachen.
00:10:16: Deshalb haben wir als erstes ein Qualitätsmeischer eingestellt.
00:10:19: Wir wollen ihm also ganz genau auf die Finger schauen.
00:10:22: Ich frage darf aus welchen Branchen kommen diese Leute?
00:10:24: Die sie jetzt da für das Topmanagement ausgesucht haben?
00:10:28: Der Geschäftsführer war früher bei Danfos, dann bei Channel Electric westliche globale Unternehmen, die halt schon früher Produktionsstandorte in Indien gemacht haben.
00:10:42: Andern Mitarbeiter auch also alle bestliche oder amerikanische Hausunternehmenserfahrung.
00:10:50: Sie haben gesagt sie arbeiten jetzt im ersten Schritt mal mit dem Dienstleister zusammen.
00:10:54: Was wird das dann sein?
00:10:55: Ich meine Puls hat ja eine einigermaßen umfangreiche Produktpalette.
00:10:59: Also was werden sie denn aus Indien liefern?
00:11:03: Gut, wir starten natürlich mal mit den einfachsten Produkten.
00:11:06: Das sind die Geräte der Piano Baureihe, die eben nicht so kompakt sind und einfacher zu fertigen sind.
00:11:14: Da kommen auch noch komplette Materialbausätze im Moment aus China nach Indien.
00:11:20: Und wir haben bei dem Lieferanten zusammengebaut.
00:11:23: Der hat für uns spezielle Lötanlage gekauft weil wir da unbedingt Stickstoff haben wollten, die er in dieser Form nicht hatte.
00:11:31: Wir haben Test-Equipment aus unserem Werk in Tscheche nach China gebracht.
00:11:36: Wir schulen gerade die Leute... Also da ist eine Menge zu tun, wir setzen IT-Systeme auf, dass wir in sein Fertigungssystem reinschauen können und Qualitätsdaten abfassen können.
00:11:48: Und unser Büro ist auch dreißig Kilometer weg von dem Lieferanten.
00:11:55: Wie unsere Eigenfertigung?
00:11:56: werden wir dem auf die Finger schauen?
00:11:57: Das
00:11:58: müssen Sie vielleicht doch mal sagen wo das eigentlich ist!
00:12:01: Das ist früher Madras, ist im Südosten heute Chennai.
00:12:07: Wir haben diese Region ausgesucht weil sehr viel Elektronikindustrie schon ist.
00:12:12: Die Kfz-Industrie ist ja mehr in Mumbai und in Pune.
00:12:16: wir haben uns aber mehr für die Elektronikecke ausgesuchten.
00:12:19: Madras hat auch einen großen Hafen sodass man eben den Warntransport von da an und Ablifflung auch gut kriegen kann.
00:12:27: Jetzt haben sie gesagt, Sie fahren zweigleisig.
00:12:29: Also ich beginne jetzt mal mit dem Dienstleistet.
00:12:32: Wie schaut es mit dem eigenen Werk aus?
00:12:34: Bis wann soll das dann stehen und wie laufen da die Einstellungsprozesse?
00:12:41: Wir haben ja am Anfang gesagt, wir haben ein immenses Potenzial an Leuten.
00:12:46: aber eben vielleicht auch nicht jeder Absolvent einer Uni ist sofort da einsetzbar.
00:12:53: also wie geht das voran?
00:12:55: Gut in der Produktion haben jetzt auch nicht unbedingt die Uni-Absolventen.
00:12:59: Aber grundsätzlich mal zur Qualifikation der Leute, wir haben in den letzten Jahren in unserer Entwicklung in München erstaunlich viele Ingenieure aus Indien und aus Pakistan eingestellt.
00:13:10: Das sind anscheinend unter TU München gut vertreten, das war vor zehn Jahren noch gar nicht, gab es keinen einzigen.
00:13:19: Heute haben wir bestimmt knapp zehn Mitarbeiter indische herkommt.
00:13:25: Auch Softwareentwicklung, Projektassistent trifft sich ganz gut dass mein persönlicher Projektassistant auch aus Indien kommt.
00:13:32: da haben wir natürlich Heimvorteil.
00:13:36: ja die eigene Fertigung da geht es erst später los bis man ein Grundstück suchen dann was bauen.
00:13:45: vielleicht gehen wir auch mal zum Start in Miete irgendwo rein.
00:13:48: so haben wir's in China gemacht solange das alles kleines Volumen hat.
00:13:54: Aber da werden jetzt auch noch gar keine Leute eingestellt.
00:13:56: Also die Leute, die wir jetzt haben, die jetzt den Lieferanten beaufsichtigen... Die sind natürlich dann prädestiniert, auch später die eigene Fertigung aufzubauen.
00:14:04: Wenn der Lieferant mal läuft, können sie sich entspannen und dem nächsten Projekt wütmen.
00:14:10: Das hört sich für mich so an als wenn das mal irgendwann in einem Zeit-Thoryson ... ... ja
00:14:17: richtig!
00:14:20: Also wenn man sich auf der Welt ein Produktionsgebäude, wenn man Puls anschaut.
00:14:26: Dann fällt es auf und unterscheidet sich optisch und äußerlich schon mal massiv von dem was uns so als Kasten dahingestellt wird, schwebt ihnen für Madras auch wieder etwas Besonderes vor an Wiedererkennenswert.
00:14:40: gibt's da vielleicht schon eine Idee?
00:14:42: Ich will jetzt sagen dass sie in Touch Mahal bauen werden Für Sturmversorgungen.
00:14:46: aber gibt´s da schon eine Ideen
00:14:49: Genau also im Palast.
00:14:50: fertig für dich Und auch wenn die besonders ausschaut, ist sie da eigentlich von ihrer Grundstruktur auch Kästen, die wir halt ein bisschen dekoriert haben.
00:15:01: Also die kosten nicht so viel wie sie ausschauen.
00:15:05: Ja, wir werden sicherlich dem Firmen gehen und treu bleiben und auch da was Besonderes machen.
00:15:13: Aber da ist noch ein bisschen Weg hin.
00:15:15: Jetzt sage ich mal... Die Produkte, die Sie herstellen sind ja für die Prozessen-Automationsindustrie.
00:15:20: Das, was Sie zuvor gesagt haben dass Indien eben in Aufbau gegriffen ist und das dann noch wesentlich mehr Firmen hinkommen werden, um das zuvor mein brennastetierte Potenzial von fünfhundert Milliarden Dollar zwanzig dreißig dann mal zu erreichen.
00:15:34: Das Elektronikbranche in Indien ist ja eigentlich, ich will sagen als Selbstläufer aber eigentlich eine Steilvorlage für sie speziell da ich mich soweit ich mich entzünden kann nur zwei ihrer nicht einmal direkten Bewerber bisher in indien fertigen.
00:15:52: Ja klar, deshalb sind wir da auch sehr optimistisch was unsere Umsatzmöglichkeiten angeht und wir machen ja heute schon ein paar Millionen Euro Umsatz in Indien.
00:16:03: Das sind natürlich internationale Konzerne die dort ihre Fertigung haben.
00:16:08: Die ist aber natürlich auch sehr begrüßend wenn wir jetzt im Land fertigen.
00:16:12: also wir folgen eben unseren Kunden.
00:16:17: Also wie sagt Zölle hin oder her das war mal der Auslöser richtig Aber die Grundlogik bleibt trotzdem erhalten.
00:16:26: Ich kann mich täuschen, korrigieren sie mich aber soweit ich das weiß wenn ich in Indien fertige und dann in den indischen Markt liefern will muss sich da wieder irgendwelche Sondersteuern zahlen.
00:16:41: oder wird es falsch im Gedächtnis?
00:16:42: Es kommt darauf an wo man fertigt.
00:16:44: Wenn man in einer Free Trade Zone oder in einer Special Economic Zone fertigt Dann ist das ja quasi exterritorial.
00:16:53: Wenn ich dann ins Land reingehe, dann ist natürlich auch wieder der gleiche Einfuhrzoll zuständig.
00:17:01: Aber man kann das steuern, dass man sagt okay, ich habe auch vielleicht eine Fertigung direkt in Indien also nicht in einer Free Trade Zone wenn also mal Management und Logistikstrukturen aufgebaut sind.
00:17:15: Kann man eine zweite Fertigung daneben stellen die auch die gleichen Systeme benutzt?
00:17:22: Zum Teil gibt es das auch innerhalb von einer Fabrik, also quasi ein Bereich ist eine Free Trade Zone.
00:17:28: Wir haben auch in China ein spezielles Warenlager wo wir praktisch wahre Bauteil die außerhalb von Chinas reinkommen in dem Lager bleiben müssen und wenn sie... Das wird ziemlich genau buchhalterisch überprüft braucht man gute Software dafür Produkten verbaut werden, die dann wieder exportieren.
00:17:49: Fällt ihm kein Zoll an und wenn die in Produkte verbaut wurden, die im Land bleiben fällt entsprechend der Zoll ein.
00:17:56: Okay vielleicht abschließende Frage bei allen Unweggbarkeiten der Geopolitik was schätzen Sie?
00:18:04: Was sage ich mal Ende dieses Jahrzehnts die Verteilung der Produktion von Puls sein wird zwischen Tschechien, China und Indien.
00:18:16: Ja, das hängt richtig stark von der Zollsituation ab.
00:18:20: Und nachdem die sich ja fast täglich ändert ist es schwer.
00:18:24: also Überlegung nach innen zu gehen kam mir aus geopolitischen Gründen.
00:18:28: und ja zoll hin oder her Ich gehe davon aus dass die welt halt in eine multipolare Welt Sich zerlegt leider Und dass man in jedem der großen Regionen präsent sein muss wenn man eine globale Rolle spielen möchte.
00:18:47: Deshalb muss man meiner Meinung nach auch in Indien präsent sein.
00:18:51: Und kann ich mir schon vorstellen, was Indien vorgelt?
00:18:55: Letztendlich sogar das dominierende Werk, das größte Werk wird.
00:18:59: Dann würde ich mal sagen unterhalb von so ein paar Jahren wieder drüber und schauen wir mal, was draus geworden ist!
00:19:04: Herr Erdl, ich danke Ihnen ganz, ganz herzlich fürs Kommen.
00:19:07: Dankeschön, danke fürs Gespräch.
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