Bicker Elektronik: Von der Manufaktur zum Serienproduzenten – mit Markus Bicker, CEO

Shownotes

Im Oktober hat Bicker Elektronik am Firmensitz in Donauwörth seine Produktionsfläche um 1000 m2 vergrößert, dazu kommen noch einmal 1000 m2 zusätzliche Lagerfläche. Die Auftragsentwicklung der letzten Jahre habe das einfach notwendig gemacht, erläutert Markus Bicker, der das Unternehmen 1994 im Keller des Elternhauses gründete das Invest von rund 2,2 Millionen Euro. Bicker Elektronik sei lange eine Manufaktur, ein Nischenhersteller gewesen, inzwischen aber fertige das Unternehmen, das allein in Donauwörth rund 60 Mitarbeiter beschäftigt, immer mehr seiner selbst entwickelten Powerlösungen in kleinen und mittleren Stückzahlen. Und das mit international wachsendem Erfolg. Im letzten Jahr hat das Unternehmen in den USA eine Handelsniederlassung eröffnet, um Interessenten und Kunden dort deutlich schneller als bisher bedienen zu können. Man schätzt dort »Made in Germany«, unabhängig davon, ob es nun um eine Stromversorgung für Patty-Wender oder Baseball-Trainingsmaschinen geht. Nach den Erfahrungen in den USA, könnten als Nächstes Handelsniederlassungen in Asien oder Indien entstehen.

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00:00:00: Ich heiße Sie willkommen zu einem neuen Power Talk der Markt und Technik.

00:00:16: Ich habe heute den Markus Bicker eingeladen, Stromversorgungsspezialist Bicker Electronic Und wir sind jetzt im Oktober an einen Punkt angekommen.

00:00:28: Da hat der Herr Bicker das größte Investitionsprojekt der letzten Zeit abgeschlossen.

00:00:34: Er hat nämlich seine Produktion massiv ausgebaut.

00:00:38: Herr Bicke, warum haben Sie das gemacht?

00:00:40: War es notwendig?

00:00:41: ist das eine Zukunftsinvestition.

00:00:44: Ich weiß nicht sagen da kommt noch was.

00:00:47: wie groß sind diese Dimensionen in denen sie da erweitert haben?

00:00:51: vielleicht können wir sagen was sie da investiert haben und wie lang hat das ganze gedauert?

00:00:56: ja also erst mal herzlichen dank für die einladung heute zum podcast hat mich sehr gefreut Natürlich lang überlegt, was wir in wirtschaftlich abturbulenten Zeiten oder schwierigen Zeiten derzeit machen können um unser Geschäft weiter auszubauen.

00:01:16: Wir sind als Stromversorgungshersteller ein Nischenanbieter, wir sind ein kleiner Mittelständler möchte ich sagen mit...

00:01:23: Sie haben das mal charmant eine Manufaktur genannt?

00:01:26: Ja, das ist tatsächlich so!

00:01:28: Der Manufektur sind wir entsprechend entwachsen langsam und es zeigt sich auch daran dass unsere Platzbedarf im Unternehmen für die Fertigung deutlich größer geworden ist, größere Volumen in den Aufträgen fordert natürlich hier eine Entwicklung.

00:01:46: Und dann stellt sich natürlich die Frage wie wo wollen wir das machen?

00:01:50: Gehen wir zu Partnern ins Ausland, die günstig fertigen können oder machen wir Made In Germany, Designed In Germany und nehmen bewusst gewisse Kostennachteile in Kauf um aber Hier im eigenen Land die Qualität auch zu hundert Prozent unter der Kontrolle zu haben.

00:02:09: Und da wir ja sehr viel Customized produzieren, ist es essentiell dass wir bei den kleinen oder mittleren Stückzahlen, die wir da laufen haben das immer ein Auge drauf haben.

00:02:22: und dann haben wir ganz klar gesagt nein wir machen das hier in Deutschland Wir machen das am Standort und haben dort eine Fertigung jetzt aufgezogen, eine neue Produktionshalle frisch bezogen die uns entsprechend Wachstum weiteres ermöglicht.

00:02:40: Wir sehen natürlich auf dem Markt auch eine Nachfrage nach den Made in Germany, wir hängen sicherlich auch mit den amerikanischen Regierungen zusammen, die ein Anti-China natürlich forciert Und wir auch Kunden haben die ganz konkret auch fragen, ja ist die Ware aus China oder ist die aus Deutschland Europa und so.

00:03:04: Und dann freuen wir uns natürlich wenn man sagen kann, ja es hier entwickelt und hier gefertigt... ...und der Kunde kann das bei sich im System verwenden.

00:03:13: Ja.

00:03:13: Wir haben einmal im Vorgespräch erwähnt sie haben einen Kunden in Dubai, der darauf großen Wert legt.

00:03:19: Das ist eigentlich sind Dubai jetzt nicht unbedingt dafür bekannt dass die besonders kinderkritisch gewesen wären.

00:03:25: also was war da der Grund?

00:03:27: Ja, es war ganz interessant.

00:03:28: Das war eine spontane Anfrage für eine entsprechende unterbrechungsfreie Stromversorgung die in einem Rechenzentrum das dort gebaut werden sollte KI-Rechenzentrum Für die Kühlanlagensteuerungen Überwachung notwendig ist waren entsprechend größerer Auftrag weil es relativ viele dezentrale Einheiten sind.

00:03:48: und der Kunde kam um die Ecke sagt Mensch wir hätten eigentlich einen Wettbewerber von euch eingesetzt aber er hat seine Produkte Made In China Und wir brauchen definitiv nicht Made in China, sondern irgendwo in der Welt.

00:03:59: EU ist in Ordnung, Deutschland wäre fantastisch und sagen ja gut, Made in Germany können man ja auch die Stückzahlen in der Zeit liefern.

00:04:06: Da haben wir das kurz gecheckt.

00:04:08: Ich sage Ja, können wir mit zwei anderen Kunden gesprochen, konnten was umswitschen?

00:04:12: Und konnten diesen Kunden innerhalb weniger Wochen eine entsprechende Stückzahl liefern.

00:04:19: Das war ganz kurios, das sind wir dann selber auch so ein bisschen hellhörig geworden.

00:04:23: Warum ist dieses Made in Germany oder eben nicht Made in China so essentiell?

00:04:28: Aber bei dem Kunden war es wohl in die Vorgabe.

00:04:32: Jetzt fahre ich mal so rum und Sie haben mit den Planungen für diese Erweitzung von zweieinhalb Jahren begonnen.

00:04:39: Da denke ich mal waren Investitionsentscheidungen noch kritischer als sie heute von manchen gesehen werden.

00:04:47: Denken Sie, sie sind das für die nächsten zehn Jahre sicher mit diesem Ausbau der Kapazitäten?

00:04:52: Oder denken Sie nicht.

00:04:53: Also da werden wir schon nochmal schauen müssen wo man noch erweitern und wo man Platz finden.

00:05:00: Wir haben zum Glück noch Platz außen rum, also wir könnten wenn wir den wollten.

00:05:04: Jetzt lassen wir uns diesen Bereich dem jetzt neu eingerichtet haben diese Flächen müssen wir jetzt mit entsprechend erleben füllen.

00:05:12: Wir haben unsere Produktionsstrukturen dahingehend auch verschlankt und mehr Richtung Serienverdigung ausgebaut.

00:05:20: was ja früher tatsächlich eher Manufaktur Betrieb war haben durchaus Möglichkeiten hier auch noch am Standort weiter zu wachsen.

00:05:29: Ansonsten müssen wir uns tatsächlich was überlegen, wenn überraschenderweise das Geschäft so explodiert.

00:05:35: Die Entscheidung für die Investition ist uns tatsächlich nicht ganz leicht gefallen weil war einfach in der Phase waren vor zwei Jahren wo man auch nur mitten in einer wirtschaftlichen Krise gesteckt sind nach wie vor es noch nicht so läuft wie es laufen sollte trotz Sondervermögeninvestition des Bundes trotz entsprechender Zeit, die jetzt vergangen ist.

00:05:59: Aber na ja wir hoffen mal auf einen weitergehenden Halbsterreformen der uns Unternehmen unterstützt in Deutschland zu investieren.

00:06:09: Gehen wir von der Zukunft zurück in die Vergangenheit?

00:06:12: Es mag komisch klingen aber BIKA-Elektronik ist quasi eines der jüngsten etablierten deutschen Stromversorgungsunternehmen.

00:06:21: Sie haben das Unternehmen in nineteen vier neunzig gegründet.

00:06:23: Was waren da der Anlass dafür?

00:06:26: Normalerweise hat man irgendeine Idee, die man nicht verwirklichen kann.

00:06:31: Da wo man arbeitet sagt, nee damit machen wir jetzt selbstständig zum einen und zum anderen.

00:06:36: es ist eine sehr ungewöhnliche Kombination wenn ich das klassische Sturmversorgungsgeschäft anschaue weil bei Bickelektronik gibt's Stromversorgungen und embedded PC Boards oder gleich EPCs.

00:06:49: also eben Wie kommt es?

00:06:51: Ja, das ist natürlich gewachsen über die Jahre.

00:06:54: Also die Selbstständigkeit war für mich schon lange im Kopf.

00:06:58: Ich war damals angestellt im Vertrieb bei einem Stromversorgungshersteller aus England und konnte mich da – wie soll ich sagen?

00:07:05: Ich habe zwar das Stromversorge-Geschäft dort gelernt, hab auch Vertrieb gelernt und das war sehr lehrreich!

00:07:12: Aber ich konnte mich nicht entwickeln.

00:07:14: Ich habe mich dann nicht gesehen, auf Lebzeit in dem Unternehmen zu arbeiten und ist natürlich der Gedanke hier gereift.

00:07:22: Man könnte selber was auf die Beine stellen und ein paar Dinge, die meines Erachtens von der englischen Führung aus nicht so optimal gelaufen sind, könnte man wenn man es selbst in der Hand hat besser machen.

00:07:33: Und das war so mein Ansatz und drum bin ich dann auch die Entscheidung zu sagen, das probieren wir und mit der One-Man Show im Keller des Elternhauses dann gestartet.

00:07:44: Die ersten Jahre haben wir tatsächlich die CDC-Wandler eigentlich als Hauptprodukt gehabt kleine DIL-Vierundzwanzigwandlernetzteile.

00:07:54: paar Sondersachen sind auch schon in den Bereich PC-Netzteilen eingestiegen.

00:07:59: da hat ein großer Kunde in eine Anforderung gehabt, die wir erfüllen konnten haben dann PC-Netzteil damals noch AT-Format.

00:08:06: Zweihundert Watt war damals damals Novum.

00:08:10: Haben die an die Kunden geliefert und das über viele Jahre.

00:08:15: Das hat sich.

00:08:15: skaliertes Geschäft ist auch heute noch eines unserer wichtigen Geschäfte zwar auf einem absteigenden Ast weil sich die Technologien gewandelt haben, die Leistungsbedarfe.

00:08:27: Sehr viele Rechner, die früher ein Vier-Fünfhundertwatt PC-Netzteil klassisch PS II Format benötigt haben, kommen heute im Tischnetzteil aus.

00:08:36: Insofern hat sich das Anforderungsprofil gewandelt.

00:08:41: Die PC-Boards oder Mainboards wie wir sie nennen sind eigentlich erst in den Fünft seiner Jahren dazugekommen.

00:08:52: Wir hatten immer das Thema Power und Board.

00:08:54: Es gab häufig Probleme bei Kunden, die irgendwelche Boards in Einsatz hatten.

00:09:00: ein Netzteil von uns ja läuft nicht hoch oder macht Probleme im Betrieb.

00:09:05: Und dann haben wir uns weil wir technisch sehr affin sind uns da immer gekümmert dem Kunden Lösungen angeboten und geschaut wie man die Sache zum Laufen bekommen.

00:09:15: Und dann kann man einen Punkt, wo wir gesagt haben lassen doch selber Boards anbieten.

00:09:19: Damals hat man natürlich auch den Kontakt zur Firma Kontron und zur Firma Fushitsu Siemens damals noch in Augsburg Und sind über die Schiene dann in das Boardgeschäft eingestiegen mit dem Approach, dass wir Power und Board gemeinsam anbieten.

00:09:37: Dass wir also ein Netzteil und dazu passendes Mainboard dem Kunden auf seine Applikation hin zusammenstellen und anbieten.

00:09:45: Und dieser Approach leben wir noch heute.

00:09:48: Das funktioniert!

00:09:49: Die Kunden freuen sich darüber, dass sie hier so One-Stop bei betreiben können mittlerweile auch Speicher CPUs Kühler ist auch ein wichtiges Thema von uns beziehen und haben wir somit die Möglichkeit, einen Package anzubieten.

00:10:04: Vielleicht noch mal die Frage was waren damals das Problem mit den Engländern?

00:10:07: sind die zu wenig auf die Bedürfnisse des deutschen Marktes eingegangen oder auf die Schwerpunkte die es hier gegeben hat?

00:10:14: Automatisierungstechnikmaschinenbau?

00:10:17: Waren das diese Dinge?

00:10:18: Was soll ich sagen?

00:10:19: hey da ist ein Riesenmarkt ihr müsst mehr darauf eingehen.

00:10:22: Also meines Erachtens, ich war ja viel Sales Engineer.

00:10:26: Ich war draußen im Außendienst unterwegs und zwei Hauptprobleme hatte ich.

00:10:30: zum einen hatten die Engländer eine andere Art zu kalkulieren, eine andere Marschen-Erwartung zu kalkulieren.

00:10:37: also die Preise mit denen ich bei Kunden aufgeschlagen bin waren regelmäßig zu hoch.

00:10:42: Und das zweite war sie hatten keine Lagervorhaltung.

00:10:45: Also ich konnte den Kunden dann vermitteln dass er für ein fünfwatt DCDC Wandler damals acht Wochen warten muss, bis er ein Muster kriegt.

00:10:52: Wenn es der Bettbewerber in der Schublade hat.

00:10:54: und das waren zwei Hemmnisse die mich geärgert haben.

00:10:57: und ich sag Mensch das kann doch nicht sein wenn wir am Preis was machen.

00:11:00: und dass wäre möglich gewesen.

00:11:01: einfach vernünftigere kleinere Margen und dann eine gewisse Lagervorhaltung insbesondere für Muster.

00:11:09: und beides wurde aber jeweils immer abgelehnt und das war dann etwas frustrierend natürlich für mich

00:11:18: Gehen wir mal in die Gegenwart, dass ich alle später wie groß ist.

00:11:23: Wie viele Leute arbeiten eigentlich für sie?

00:11:27: also Entwicklung?

00:11:28: Sie haben gesagt im Vorgespräch ungefähr ein Viertel dessen was heute Umsatz sind Produkte, die sich selbst in Donavert entwickelt haben auch dort fertigen.

00:11:39: Also wie sie sprachen auch von dem von der Transition vom Manufaktur zum Serienhersteller, wie ist derzeit die Situation von Big Electronic?

00:11:51: Ja wir sind am Standort aktuell sechzig Mitarbeiterinnen.

00:11:57: Und die im Außenbüros haben ja noch unsere Vertriebsmitarbeiter sitzen in Deutschland und Österreich angrenzende EU-Länder unterwegs sind.

00:12:08: Wir haben über die letzten Jahre unsere Entwicklungskompetenz aufgebaut, haben ein junges und sehr motiviertes Entwicklerteam aus sechs Ingenieuren.

00:12:17: Die bei uns allerlei Produkte Anpassungen auch viel an Kundenwünsche umsetzen.

00:12:25: Wir haben oft standardisierte Produkte, die wir im Kunden vorstellen, die dann auch angepasst werden sei es softwaremäßig oder hardwaremäßig angepasste werden müssen.

00:12:37: Da versuchen wir immer sehr nah am Kunden zu agieren.

00:12:40: Drüber hinaus haben wir am Standort entsprechend das Lager auch für Handelsbahnen, die wir nach wie vor haben, also Mainboard-Stromversorgungen aber auch für Vorprodukte unserer eigenen Baugruppen, die man am Standorte montiert.

00:12:57: Und da hat sich jetzt durch den Umzug auch einiges an Räumlichkeit ergeben.

00:13:04: Wo wir vorher sehr beengt arbeiten mussten, konnten wir mittlerweile die Abläufe etwas automatisieren und etwas mehr Richtung Serienverdigung ziehen.

00:13:15: Wir sind natürlich noch lange kein Großvolumenhersteller, das darf man sich nicht vorstellen.

00:13:19: Wir haben wie gesagt sechzig Mitarbeiter.

00:13:22: Das ist doch noch sehr überschaubar!

00:13:25: Ja, aber durchaus erfolgreich über die Jahrzehnte.

00:13:27: Keine Frage!

00:13:29: Es weiß es vielleicht der eine oder andere nicht Donauwirt.

00:13:33: Da gibt's ein Unternehmen das ist deutlich größer als sie.

00:13:39: Wie lebt er sich denn als Elektronikspezialist im Schatten von Airbus?

00:13:44: Wir haben natürlich mit der Firma Airbus Helicopters einen einer der größten Arbeitgeber weit und breit aktuell acht tausend Mitarbeiter.

00:13:54: Wir freuen uns auch, wir haben unseren Vorminsitz genau in der Einflugschneise zu dem Werkstflugplatz.

00:14:01: Das heißt, wir ham jeden Tag mehrere Hubschrauber die uns überm Dach begrüßen.

00:14:05: aber wir sehen das sehr positiv denn für die Region und Stadt ist es ein absoluter Gewinn wenn auch Airbus kein Kunde oder kein Kundenpotenzial hat was einfach ein Luftfahrt unternehmen ist und wir im Markt nicht aktiv sind.

00:14:20: Nein, es ist gut so eine Firma da zu haben.

00:14:24: Hat natürlich auf den lokalen Arbeitsmarkt auch einen Impact, den darf man nicht vergessen.

00:14:29: Denn wenn man mit lokalem Unternehmen spricht und uns eingeschlossen ... Man verliert manchmal Mitarbeiter an den Großkonzern.

00:14:40: Da kann man dann mit den Möglichkeiten, die sie haben, nicht immer mitspielen.

00:14:45: Gelingt das euch nicht in ein oder anderen von Airbus loszuweisen?

00:14:48: Mit dem Ding Held!

00:14:49: Hier hast du Völlige Entwicklungsfeierheit.

00:14:52: Das ist tatsächlich so gewesen, ja?

00:14:54: Wir hatten einen Mitarbeiter der meinte sich bei Airbus besser entwickeln zu können war bei uns in der Fertigung.

00:15:01: Er kam drei Monate später hat sich gemeldet und gesagt kann ich wieder zurückkommen?

00:15:05: das ist nicht das was ich erwartet habe.

00:15:06: Ich muss den ganzen Tag unter dem Hubschrauber griechen Unter Kabelstränge ziehen.

00:15:11: Das ist bei euch wesentlich angenehmer Und dort war es sehr monoton.

00:15:14: Also Es ist nicht jedermanns Sache!

00:15:16: Muss das schon auch relativieren.

00:15:20: Als ich noch nicht selbstständig war, hatte ich selber mal die Möglichkeit da reinzugehen.

00:15:23: Habe mich aber dann für ein kleineres Unternehmen entschieden weil ich einfach einen gewissen Freiraum möchte, eine gewisse Verantwortung oder Gewängern weitblick und nicht zu sehr in einem sehr schmalen Aufgabenbereich dann zu enden.

00:15:37: Also

00:15:38: ich greif einfach dieses schöne Wortmanufaktur nochmal auf worauf fußt denn eigentlich euer geschäftlicher Erfolg?

00:15:45: Ich meine ihr seid es nischen Anbieter.

00:15:48: Wie finden euch eigentlich die Kunden draußen?

00:15:51: Wir sind ja über die zurückklingenden dreißig Jahren natürlich schon mit einem entsprechenden Kundestamm gesegnet.

00:15:59: Und ich denke, dass heutzutage natürlich die Google Allmacht ungebrochen ist.

00:16:07: wenn heute jemand was sucht unterbrechungsweise Sturmversorgung PC Netzteil dann kommen wir da irgendwo investieren viel Arbeit und Zeit uns zu präsentieren bekannt sprich sichtbar zu werden im web und haben dann anfragen jeden tag aus.

00:16:26: ich sage mal aller welt die hier aufschlagen vieles ist natürlich nicht umsetzbar manchmal auch mit mit mit vorstellungen die insides von dem technischen oder wirtschaftlichen möglichkeiten sind.

00:16:38: aber es kommen halt auch immer wieder sehr seriöse konkrete unternehmen auf uns zu Immer öfter und das stelle ich mit Freude fest auch über Empfehlungen.

00:16:48: Da kennen sich zwei Ingenieure, die in unterschiedlichen Unternehmen arbeiten.

00:16:51: Privat treffen sie sich und unterhalten sich und dann kriegt man eine Anfrage.

00:16:55: Und wenn wir nach einer Nachfragen-Menspielwissen sind auf uns kommen ja, ich kenne den so an sowieso ... und mit dem habt ihr doch auch schon was gemacht!

00:17:01: Das ist in der Branche wo man jetzt nicht quasi Reihenhaus an Reihenhäus wohnt, wo man deutschlandweit unterwegs ist dann doch wieder ein Novum Und freut mich natürlich ungemein, weil eine weitere Empfehlung das ist einfach ein Stande man damit verliehen bekommt.

00:17:19: Wo man einfach sagen muss, da hast du was gut gemacht und es ist dann schön.

00:17:23: Es ist ja auch dieses der Nischenanbieter.

00:17:25: wir haben im Vorgespräch festgestellt eines der oder für mich interessantesten neuen Produkte dass ihr habt ist diese DZUSV EP-von Sechzig die quasi sage ich mal an einem Sendemausten dran klebt.

00:17:39: Das Ganze funktioniert bis minus zwanzig Grad, das ist jetzt wirklich nicht die Hauswahl- und Wiesenlösung.

00:17:46: Und es scheint so zu sein als wenn der eine oder andere sowas sieht und sagt hey!

00:17:50: Das könnte ich doch auch für meine Anwendungen brauchen obwohl sie komplett anders sind.

00:17:55: Nicht auf zweiundhalb Tausend Meter steht nichts mehr am Sendemaßen zu tun hat aber die Feature braucht er.

00:18:01: Ja tatsächlich dieses Produkt ist entstanden.

00:18:05: Kunden, der im Bereich Umweltmesttechnik kommunale Umweltmestechnik tätig ist.

00:18:09: Der hatte die Aufgabenstellung.

00:18:11: Da braucht einen Stickoxid-Sensor, der an dem Stadtgebiet verteilt aufgestellt werden muss, damit man sich die Leitungsbauarbeiten spart.

00:18:21: für die Stromversorgung des Sensors haben sie sich dafür entschieden, an Latanenmasten zu gehen.

00:18:27: Die haben in der Nacht immer Strom da kann man die Batterie laden, die kann man tagsüber entladen und so kann Vierundzwanzig Siebene Versorgung stattfinden.

00:18:35: Das war so die Aufgabenstellung.

00:18:37: Jetzt muss man sich natürlich damit auseinandersetzen und sagen, okay wir haben Wind-Wetter Sommer Winter müssen also Temperaturen Feuchtigkeit abfangen.

00:18:45: dann haben wir das Thema dass im Sommer die Straßenlaternen nur paar wenige Stunden brennt im Winter entsprechend länger.

00:18:52: Somit musste der Akku konzipiert sein.

00:18:54: Dann sollte es Ganze natürlich möglichst wartungsfrei sein.

00:18:56: Also kamen Bleiakku nicht in Frage.

00:18:59: Wir haben uns für ein Lithium Eisen Phosphatakku entschieden den wir da verwenden und mit einer Heizung auch versehen, dass auch bei Minustemperaturen der geladen werden kann von seiner Chemie.

00:19:10: Und haben im System konzipiert das hervorragend funktioniert.

00:19:14: also da kommen immer wieder zwar ein kleiner Umfang aber immer wieder wenn irgendwelche Städte, Kommunen ausgestattet werden.

00:19:19: mit diesem System kommen immer noch schöne Aufträge rein Und da ergibt sich es dann eben auch, wenn man so ein Produkt sieht.

00:19:26: Dass wir angefragt werden zum Beispiel die Vorfeldüberwachung von Verkehrsflugheifen.

00:19:31: Kamera gestützte Systeme, die da entsprechend versorgt werden müssen.

00:19:34: ebenfalls Wind-Wetter Anforderungen, die man außen herum hat wo man so einen USV einsetzen kann.

00:19:41: dort allerdings mit anderen Spannungen.

00:19:43: vorher waren's.

00:19:44: Vierundzwanzig Volt bei dem Kunden der Umweltmesstechnik events jetzt achtundvierzig Volt sind aber gerade im Gespräch.

00:19:50: das schauen wir uns an.

00:19:51: Ich greift nochmal ihre antizyklischen Entscheidungen auf.

00:19:55: Sie haben sich, dass Trump so richtig losgelegt hat, dafür entschieden, ich mache eine Vertriebsniederlassung in den USA auf.

00:20:04: Kann man sich einen schlechteren Zeitpunkt aussuchen?

00:20:06: Das ist mal die eine Variante.

00:20:09: Die andere Variante wie hat es sich entwickelt seither?

00:20:12: also war das die richtige Entscheidung.

00:20:15: sagen sie Das ist völlig unabhängig davon, wer dort regiert?

00:20:20: Weil die wollen unsere Produkte.

00:20:22: Die wollen Made in Germany!

00:20:24: Also wir hatten ja einen Jahr früher schon Kunden in den USA beliefert.

00:20:28: Problem war dort immer die räumliche Entfernung.

00:20:31: einfach kurzfristig etwas zu verschicken schwierig dann US-Dollar.

00:20:37: der amerikaner ist gewöhnend Dollar zu kaufen wenn wir ein Euro hier um die Ecke kommen.

00:20:40: das ist für die wenigsten dort attraktiv Und natürlich haben wir den Zeitfaktor, wir haben Zeitzonen dazwischen.

00:20:47: Somit hat man schon gesagt es wäre schön drüben ein Lager zu haben und jemand der sich kümmert und dann entsprechend die Artikel ausliefert.

00:20:54: aber das macht eigentlich keinen Sinn sondern da muss dann jemand fort sein, der Kunden besuchen kann, der die Betreuung beraten kann.

00:21:00: denn hier haben wir genau so einen Beratungsaufwand wie deutsche Kunden oder europäische Kunden.

00:21:05: Und dann haben wir gesagt nee das wollen wir machen.

00:21:07: Wir haben das dann in vierundzwanzig etwas ausgefallen haben wir ein Businessplan dazu gemacht haben in fünfundzwann sich gegründet Und haben dann auch Bitte-Fünfundzwanzig, unseren ersten Mitarbeiter drüben gewonnen.

00:21:17: Mittlerweile sind es drei die für uns arbeiten und wir haben eigene Räumlichkeiten, haben dort Lagerräume dabei und die auch bestückt um wirklich schnell zu agieren, denn amerikanische Kunde erwartet wenn er sich für etwas entscheidet dass er schnell was bekommt.

00:21:33: da kann man nicht sagen das dauert jetzt eine Woche bis der an Bakarl nach USA geht sondern das sollte am besten am nächsten Tag auf dem Hof stehen.

00:21:40: Das hat sich sehr gut angelassen.

00:21:42: Wir haben mittlerweile verschiedene Projekte in unterschiedlichsten Geschäftsbereichen an der Hand.

00:21:49: Da geht es um einen, für Kurios muss ich lang ein Paddy-Wender.

00:21:54: also wenn man in einem Burger Laden entsprechend die Pattys grillt da gibt's Automaten dafür und Paddy Wender wo eine Stromversorgung notwendig war.

00:22:03: Da hat der Kunde uns angesprochen ob wir da ihn unterstützen können.

00:22:07: das ist ganz aktuell dass das läuft.

00:22:09: oder Eine Baseball-Trainingsmaschine, die entsprechende Stromversorgung mit Backup-Versorgen braucht bei den Bildschirmen unterstützt und Kamera unterstützt agiert.

00:22:18: Auf KI-Basis ist dann auch das ganze System läuft.

00:22:21: oder ein großer Baumaschinenhersteller der in USA auf uns zugekommen ist um eine spezielle Backup Versorgung für sein Kamerasystem auf großen Fahrzeugen zu realisieren.

00:22:36: Und da gibt es so viel schichtige Anfragen, die wir da haben Und jetzt auch getrieben durch den KI-Boom, wo sehr viele dezentrale Systeme entstehen und ja einfach kurzzeitige Absicherungen oder auch Versorgung notwendig sind.

00:22:51: Also das ist sehr spannend!

00:22:54: Mit dem Thema Trump ist ganz klar die Frage wurde uns auch gestellt wie könnt ihr da drüben investieren wenn der Trump solche Sachen macht und solle erhebt unter gleichen Wirtschaften?

00:23:05: Man weiß bis weiter geht bei denen.

00:23:08: Ich habe einen anderen Zeithorizont hier im Auge, ich denke an Dekaden und nicht an Jahre oder Legislaturperioden die einzelne Politiker haben.

00:23:18: Und nach Trump wird ein anderer Präsident kommen und dann werden wir sehen wie sich das entwickelt.

00:23:24: Es ist aber unabhängig von den Bürgern oder von Business drüben, dass läuft.

00:23:29: also die Wirtschaft drübend läuft deutlich besser als die Deutschen, man sieht es an den Wachstumszahlen.

00:23:34: Und das Schöne ist auch die Amerikaner sind begeisterungsfähig.

00:23:38: Das vermisse ich manchmal ein bisschen so bei unseren deutschen Ingenieuren, aber ja da sind wir vielleicht auch ein anderer Typus-Mensch.

00:23:45: Da sind die Amerikane eher begeisterungspfähig für ein Produkt und dann auch schnell bei der Entscheidung.

00:23:51: tatsächlich also wenn sie sagen okay will ich haben ok liefen wir mal hundert Stück Man sagt, oder deutscher wird hier erst mal durch die Unternehmensbereiche die einzelnen Abteilungen abklappern und dass er Freigabe kriegt.

00:24:02: Und dann sagt man, ich lief mal ein hundert Stück da machen wir schon was draus.

00:24:05: Dann denkt man das ist natürlich cool wenn man so so agieren kann.

00:24:08: Ich

00:24:09: habe mir auch im Vorgespräch gesagt es scheint so gut zu laufen, dass sich auf die erste Umsatzmillionen Laufen des nächsten Jahres freundlich scheinen sehr einiges richtig gemacht zu haben.

00:24:19: Ja, wenn denn alles gut läuft da bin ich realist nicht so sehr optimist.

00:24:25: es schaut gut aus.

00:24:25: wir haben entsprechende Aussagen von Kunden dass die Aufträge so platziert werden sollen in diesem Jahr.

00:24:31: wir müssen natürlich dann noch produzieren wir brauchen auch Bauteile dafür und soweit also das muss natürlich auch laufen weil ist natürlich lauter Eigenprodukte sind.

00:24:38: aber Das sieht sehr positiv, sehr erfolgsversprechend aus und da würde ich mich freuen, weil das klappt nächstes Jahr.

00:24:45: Haben Sie Pläne, sowas eigentlich auch in anderen interessanten ausländischen Märkten zu machen?

00:24:53: Ja natürlich haben wir da auch Gedanken, weil jetzt haben wir erst die Erfahrungen gesammelt.

00:24:56: wie ist das wenn man ein anderes Land geht?

00:24:58: was sind da völlig regulatorische Vorgaben da, was musst du erfüllen um entsprechend dort zu gründen?

00:25:05: allerdings wir sind wie gesagt Unternehmen mit sechzig Mann Und haben ganz klar natürlich unsere Ressourcen auch begrenzt.

00:25:13: Wir können dann nicht in irgendeiner Abteilung gründen und sagen, komm ich geb mal darüber da fehlen einfach die finanziellen Ressoursen weil das ist natürlich mit einem großen Invest verbunden.

00:25:21: aber wir haben es ja schon noch in den anderen Ländern eine Niederlassung zu gründen um einfach auch da die Nähe zu generieren.

00:25:29: und Anfragen haben wir sehr viel auch aus Asien, wo man nicht meinen soll.

00:25:32: Speziell Singapur also überraschend was es ist und auch der nahe Osten Indien nicht vergessen kommen regelmäßig Anfragen rein für Produkte und auch Erstehe-Geschäftskontakte.

00:25:43: Also ja da der Weltmarkt ist noch groß.

00:25:46: Thema beschränkte Ressourcen.

00:25:48: Sie haben ja quasi eine Familienlösung gefunden für die Beschränkte ressource in der Geschäftsführung.

00:25:54: Ihr Sohn Tom Becker ist in den Geschäftsführungen eingestiegen.

00:26:00: Wie teilen Sie sich denn jetzt die Führung des Unternehmens auf?

00:26:03: Haben sie da auch schon einen Zeitplan?

00:26:06: oder sagen, Mai ich kann mich auch mal dann wenn ich das sehe alles funktioniert beruhigt zurückziehen.

00:26:12: also tatsächlich ist durch den Einstieg von Tom der es sich früh schon committed hat gesagt er möchte in der Firma arbeiten er möchte weiter machen hat mich das natürlich sehr gefreut war niemals Thema.

00:26:26: auch meine Tochter die medizinischen Bereich ist, hat sich für was anderes entschieden.

00:26:30: Die haben beide die freie Entscheidung gehabt.

00:26:32: er gesagt ne möchte ich machen.

00:26:33: das gefällt mal hier was du machst Ich möchte hier mit einsteigen.

00:26:37: Wir haben uns die Aufgaben Gebiete in Unternehmen dahingehend geteilt dass ich zum Beispiel den Sales Part Marketing Betreu.

00:26:46: eher kümmert sich HR Produktion Einkauf Und das sind so zwei Bereiche, wobei wir Büro am Büro sitzen und täglich mehrfach austauschen untereinander.

00:26:58: Er holt sich immer noch ganz gern Rat bei mir wohl ich im Gegenzug auch von ihm viel lange was Themen sind die ich einfach aufgrund des Alters vielleicht gar nicht mehr so auf dem Schirm hab die er aber mehr in den Fokus rückt.

00:27:12: So Mitarbeiter Kommunikation ist ein Thema es bei mir natürlich nicht so ganz... ... groß gewesen als Wichtigkeit oder manchmal auch Zeit, wo er viel mehr Wert drauf legt.

00:27:24: und ich sage ja passt der soziale Bereich für die Mitarbeiter Events zu machen.

00:27:29: Und Veranstaltungen und dergleichen das finde ich ist sehr wichtig und es macht da hängt sich auch rein.

00:27:35: Das finde ich super.

00:27:36: auf der anderen Seite weiß ich auch wenn ich von heute auf morgen aus welchen Gründen auch immer nicht da im Unternehmen präsent werde weiß ich dass läuft eins zu eins weiter.

00:27:45: Er ist mittlerweile so erfahren und so versiert, dass er das ohne Weiteres weiterführen kann.

00:27:51: Und ja ich war das nächstes Jahr sechzig Jahre und dann kann man drüber nachdenken, dass man schön langsam sich ein bisschen rausnimmt und den Jungen die zügelnde Hand gibt um es Ganze weiterhin zu gestalten.

00:28:03: Herr Biegert, das ist dein perfektes Schlusswort!

00:28:05: Ich bedanke mich für das Gespräch bei Ihnen.

00:28:07: Hat mich sehr gefreut.

00:28:08: vielen Dank für die Einlagen.

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